sein Vorgänger dort amtierte bis 1802, sein Nachfolger seit 1824. Am 4. Dez. 1816 zum Rb. in Königsberg gewählt, doch wird die Wahl auf Betreiben der fortschrittlichen Minderheit annulliert. Sein Sohn Samuel A. (geb. 1786 in Prenzlau) war Lehrer in Neukalden, Mecklenburg, sowie in Berlin.
Dokumente
CAHJP Jerusalem, Königsberg Kn/I E-I-1 Nr. 2 enthält Bewerbungsschreiben vom 24. Nov. 1816 (hebräisch mit dt. Übs.): „Wahrlich! Viele Jahre habe ich mich mit dem Studium der Mikra, Mischna, Gemara und Poskim beschäftiget, ich habe hierin die Stärke gewonnen, der Jugend einen reichlichen Unterricht zu geben. Ferner hat mir der Ewige zum Predigen und öffentlichen Redeführen einen löblichen Vortrag verliehen [hebr.: lešon limmudim, dover s. ah. wena‘im, bilešon ha-qodäš we’aškenazi] [...] In der weltlichen Sprache und Schrift aber habe ich derer zwar in meiner Jugend ein Theil mich gewidmet, doch; seyt die viele Jahre daß ich dem geistlichen Stuhl besitze, habe ich den Genus dieser Sprach-Früchte meiden müßen“. Dazu Gutachten von David Marenz, 4. Dez. 1816: Albu sei, wie er selber zugebe, „keine kirchliche Vorträge in deutscher Sprache zu halten im Stande, und so auch, die Oberaufsicht auf die Erziehung unserer Kinder, wie die Regierung und wir es wünschen, zu führen nicht fähig“.
Publikationen
Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, I, Nr. 86, 151.
Literatur
Jacobson, Judenbürgerbücher, S. 184f, Nr. 858; 229f, Nr. 1099