Sohn des Handelsmanns Michael Raphael C., Gymn. Erlangen, 1835 auch an der Universität, dann zweijähriges Universitätsstudium in München, Mai 1837 Staatsprüfung in München mit Note 1 (als letzter von 4 Kandidaten), Vorsänger in Baiersdorf, 1848 Distriktsrb. das.
Dokumente
StA München RA Fasz. 2092 Nr. 33890, Bl. 8, Bewerbung zur Staatsprüfung, 19. April 1837, „in Hinsicht auf meine mit verflossenem Semester gesetzlich vollendete Studienzeit“.CAHJP Jerusalem, GA II Nr. 454 „Ansbach“, Bl. 22f, vom 21. Mai 1848 enthält das zustimmende Gutachten des Ansbacher Rb. A. B. Grünbaum über die Vereinigung von Vorbeter- und Rabbineramt
Das gleiche Dokument auch in StA Nürnberg, RA 1932, Judensachen Nr. 167, dazu unterm 21. Sept. 1848 das Protokoll der einstimmig verlaufenen Wahl
CAHJP Jerusalem, D/DR1/3 über seine Einsetzung auch für den Rabbinatsbezirk Adelsdorf; die Juden von Forchheim wünschen Verwaltung durch Cohn, „zu dessen ächt religiöser Richtung wir ein ganz besonderes Vertrauen haben“ (2. Juni 1861); ebd. Regierungsverfügung aus Bayreuth, 17. Aug. 1893 über „Verwesung des seit dem 16. Januar 1888 unbesetzten Distriktsrabbinates“
Dasselbe Todesdatum nach StA Nürnberg, RA 1968 Judensachen Nr. 6, vom 17. Feb. 1892.
Literatur
AZJ 1848, S. 127, kritisiert die Vereinigung der beiden Ämter; Orient 1847, S. 368, lobt sie: „Denn nur dann sind die Rabbiner wahre Leiter des Gottesdienstes, die sie überall sein wollen und sollen, wenn sie Rabbiner oder Vorsänger wie zur Pajtanim-Zeit sind. Mit diesem wäre auch der Geldpunkt gelöst“
EJ dt. III 980 nennt ihn fälschlich „Landesrabbiner“
Jüdisches Leben in der Fränkischen Schweiz, Erlangen 1997, S. 701 Anm