Talmudstudien an traditionellen ungarischen Jeschiwot sowie an der von Esr. Hildesheimer in Eisenstadt, reist „zur weiteren Ausbildung in den profanen Wissenschaften“ nach Deutschland. Gymnasium in Karlsruhe und Studien bei Rb. Josel Altmann, 1859-1860 Studium an der Universität Würzburg, 1861 Promotion in Heidelberg. 1861 Rb. in Pilsen, dort zuständig für 120 jüd. Familien, 1869 Rb. in Hranice (Mährisch-Weißkirchen), 7. Sept. 1887 Rb. des XVI. Wiener Stadtbezirks (Ottakring) am Gemeindebethaus Hubergasse 8. Die Stelle ist schon ein Jahrzehnt später neu besetzt.
Dokumente
CAHJP Jerusalem, D/Ba17a/37 vom 4. Feb. 1863, Bewerbung in Bamberg; mit Berufung auf Referenzen von Hildesheimer, Lehmann, Bamberger, Ettlinger, Sal. Kohn in Schwerin, Altmann sowie auf einen Artikel im Israelit 1862, Nr. 13, Beilage
CJA Berlin, 1, 75 A De 6 Nr. 2 vom 25. Sept. 1867, Bewerbung in Wałcz (Deutsch-Krone); angegebene Referenzen: Hildesheimer in Eisenstadt, Altmann in Karlsruhe, Freund in Prag, Kalischer in Toruñ (Thorn)
ÖStA/ AVAWien, Neuer Kultus, Isr. Kultus, D3, vom 4. Dez. 1892 mit Bericht über die zwanzig niederösterreichischen Rb.
Publikationen
Klagelied David’s auf den Tod Saul’s und Jonathan’s. Nach dem Hebräischen. Eine metrisch freie Übersetzung, Pilsen 1863
Festrede zur Feier des 26. Februar 1863, Pilsen 1863
Der Wucher und die Menschenliebe. Predigt, Prag 1864
Qol Dodi. Die biblische Blumenlese. Ein Buch für jeden denkenden und gebildeten Menschen, Prag 1869
Gedenkrede zur Feier des 25jähr. Hochzeits-Jubiläums Ihrer Majestäten des Kaiserpaars von Österreich, Hranice 1879.
Literatur
Lippe 1879/81, S. 78
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 384.