1803 Klausgelehrter an der Kaulla’schen Stiftung in Hechingen. Nimmt seit 1820 auch Funktionen des Gemeinderb. wahr, ohne über die Emolumente hinaus ein Gehalt zu beziehen
die beiden Gemeinden von Hohenzollern-Sigmaringen trennen sich allerdings vom Hechinger Sprengel. 1829-32 Auseinandersetzung um die Stelle mit dem Rabbinatskandidaten Dr. Samuel Meyer, welcher behauptet, unter D.s Rabbinat habe ein „Zustand der Anarchie in der Gemeinde und in der Synagoge“ geherrscht.
Dokumente
StA Sigmaringen, Ho 235 Bd. 25 Abt. I Sekt. X Nr. 1230, vom 9. Nov. 1830: Dr. Mayer hält ihm vor, daß er unbefugt „den Rabbiner machen“ wolle
In seinem Todesjahr erscheint er auf der Subskribentenliste der Fürther Talmudausgabe als „Ha-Rav MHW. H. ayyim Dišbe‘q ZS. L“.
Manuskripte
Soll zahlreiche talmudische Aufzeichnungen hinterlassen haben; Leo Adler nennt eine Anfrage bei Moses Kunitzer, Sefär ha-Mas. ref, Bd. I, Wien 1820, Nr. 27-32, und eine Erwähnung bei Eleasar Fleckeles, Tešuvah me’Ahavah, Prag 1821, Bd. III, Nr. 427.
Epigraphik
Sein Grabstein auf dem Hechinger Judenfriedhof, Nr. 376; siehe Hüttenmeister, Hechingen.