BHR Biographisches Portal der Rabbiner

DISPECKER, Hayum Moses

  • Geb. in Fürth,
  • Gest. Februar 1832 in Hechingen, Hohenzollern
  • 1803 Klausgelehrter an der Kaulla’schen Stiftung in Hechingen. Nimmt seit 1820 auch Funktionen des Gemeinderb. wahr, ohne über die Emolumente hinaus ein Gehalt zu beziehen
  • die beiden Gemeinden von Hohenzollern-Sigmaringen trennen sich allerdings vom Hechinger Sprengel. 1829-32 Auseinandersetzung um die Stelle mit dem Rabbinatskandidaten Dr. Samuel Meyer, welcher behauptet, unter D.s Rabbinat habe ein „Zustand der Anarchie in der Gemeinde und in der Synagoge“ geherrscht.

Dokumente

  • StA Sigmaringen, Ho 235 Bd. 25 Abt. I Sekt. X Nr. 1230, vom 9. Nov. 1830: Dr. Mayer hält ihm vor, daß er unbefugt „den Rabbiner machen“ wolle
  • In seinem Todesjahr erscheint er auf der Subskribentenliste der Fürther Talmudausgabe als „Ha-Rav MHW. H. ayyim Dišbe‘q ZS. L“.

Manuskripte

  • Soll zahlreiche talmudische Aufzeichnungen hinterlassen haben; Leo Adler nennt eine Anfrage bei Moses Kunitzer, Sefär ha-Mas. ref, Bd. I, Wien 1820, Nr. 27-32, und eine Erwähnung bei Eleasar Fleckeles, Tešuvah me’Ahavah, Prag 1821, Bd. III, Nr. 427.

Epigraphik

  • Sein Grabstein auf dem Hechinger Judenfriedhof, Nr. 376; siehe Hüttenmeister, Hechingen.

Literatur

  • Mayer, „Hechingen“, Sp. 539
  • Leo Adler, „Beth-hamidrasch in Hechingen“
  • Löwenstein, „Fürth“, II, S. 82 Anm
  • Sauer, Württemberg, S. 93
  • Werner, „Hechingen“, S. 59, 76
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 188f.