Sohn des Rb. David D. und der Chawa, als Nachfolger seines Vaters 1794 Rb. der Gemeinden Baiersdorf und Bruck, zugleich Bezirksdajan des Mgftm. Ansbach. Als wohlhabender Mann, dessen Söhne mit seinem Vermögen den Wein- und Hopfenhandel betreiben, verrichtet er das Amt unbesoldet. Unterzeichnet 1844 den Aufruf gegen die Rb.-Versammlung.
Dokumente
StA Nürnberg, RA 1932, Judensachen Nr. 167, von 1826: Ein Gemeindemitglied will ihn wegen Unfähigkeit, Sprachfehler, Schacherns etc. vom Dienst suspendiert haben. Am 4. Mz. 1826 gibt der Magistrat Baiersdorf die Ansicht des Gemeindevorstands wieder. „Der Rabbiner Dispecker, welcher nun schon seit 32 Jahren diese Stelle dahier bekleidet, ist ein braver ehrlicher Mann, und hat sich sowohl von Juden als Christen das Lob eines unbescholtenen Wandels zu erfreuen. Auch ist die Judengemeinde mit seinen Dienstverrichtungen und Kenntnissen als Rabiner vollkommen zufrieden, und hat derselbe öfters auch schon deutsche Reden gehalten“
Ebd., vom 12. Okt. 1847: Todesmeldung.
Publikationen
Zwei Approbationen, datiert Baiersdorf 1841-1843; Löwenstein, Index, S. 49.
Literatur
WZJT 3, 1837, S. 126, über seine Teilnahme an der Kreissynode von 1836
Gemeindestatistik Mittelfranken in IA 1840, S. 103
AZJ 1847, S. 706
Orient 1847, S. 367f, über die Totenfeier im Beisein von Landrichter Meinel aus Erlangen. „Er hatte nie ein Gehalt von der Gemeinde bezogen und sich das Vermögen durch allerlei Geschäftsunternehmungen erworben“
Löwenstein, „Fürth“, II, S. 84
Lowenstein, „The 1840s“, S. 280
Hildesheimer, „Mendelssohn“, S. 103, nennt ihn als Pränumeranten der Mendelssohnbibel von 1801.