EGER, Akiba, bürgerlich Jakob Moses EIGER, hebr. Kürzel Ra‘aqa’, zeichnet selbst meist als Akiba GÜNS, geb. 8. Nov. 1761 in Eisenstadt
Gest. 12. Okt. 1837 in Posen
Sohn des Moses Güns (dessen Mutter Sorl Tochter des Wormser Rb. Moses Broda und Enkelin des Frankfurter Oberrb. Abraham Broda war) und der Gitel Eger, Tochter des Preßburger Oberrb. Akiba E. d. Ä. (geb. 1720 in Halberstadt, gest. 17. Sept. 1758 in Preßburg). In Ungarn aufgewachsen (er behielt zeitlebens einen stark ungarischen Akzent
Kaempf, S. 7f), ein Jahr Studium bei Rb. Nathan-Neta Frankfurter in Mattersburg (Mattersdorf), Burgenland
im Sommer 1774 zur Breslauer Jeschiwa seines Onkels Wolf Eger. Am 1. April 1778 [Wininger: 1780
Kayserling: mit 18 J.] heiratet er Glückchen Margulies (1762-1796), Tochter des reichen Kaufmanns Itzig M. aus Leszno (Lissa) in Großpolen, wo er sich niederläßt und eine Talmudschule eröffnet
lehnt aber jede rb. Anstellung ab. Erst als seinen Schwiegervater am 2. Juni 1790 ein Großbrand ruiniert, siedelt er nach Rawicz über und wird 1791 Rb. in Mirosławiec (Märkisch-Friedland), Westpreußen, mit 500 Rtl. Gehalt und Zuständigkeit auch für Człopa (Schloppe) und Tuczno (Tütz). Nach dem Tod seiner Frau heiratet er am 29. Aug. 1796 deren Nichte Breindel Feibelmann (1780-1836), Tochter des Dajans Josua F. aus Leszno. Leitet 1810 die Delegation beim Ghzg. in Warschau wegen Abschaffung der Koscherfleisch-Sondersteuer (Heppner/Herzberg, S. 213). 1813 Schwiegervater von Moses Sofer und Bewerber in Třeš (Triesch), lehnt Ruf nach Eisenstadt ab und wird am 14. Sept. 1815 (Wahl am 13. März 1814) Oberlandesrb. in Posen gegen beträchtlichem Widerstand der Reformpartei und mit durch seinen Anstellungsvertrag beschränkten Vollmachten. Kostet der Gemeinde 1400 Tl. jährlich. 1819 Gutachten für ’Eläh divre ha-berith. 5. Sept. 1831 durch ein Kabinettsschreiben für seine Anstrengungen während der Choleraepidemie geehrt. Soll mehr als 1500 Schüler ausgebildet und später auch deren deutsche Lektüren toleriert haben. Er hatte von seiner ersten Frau vier und von seiner zweiten weitere dreizehn Kinder. Nach den Erinnerungen von August Klöden war E. „im Ruf eines großen Gelehrten und eines halben Heiligen. Seine kleine Gestalt, sein blasses Gesicht widersprachen der Sage nicht, daß er wöchentlich mehrere Tage faste und auf bloßer Diele schlafe. Er war überaus gewissenhaft in der Befolgung aller talmudischen Vorschriften und Gesetze, namentlich auch der durch die polnischen Rabbiner noch hinzugefügten Vorschriften“ (zit. von D. E. Deeters, 1999, S. 158).
Dokumente
Rabbinatsvertrag aus Posen in Juda Lewin, „’Iggäräth ha-rabbanuth ’ašär šalah. qahal På’- zä‘n ’äl Rabbi ‘Aqiva’ ’Egär“, Qoves. ‘al yad 19 (1903), S. 45-48; dt. Übersetzung in CAHJP Jerusalem, PL/Po 27; und in AP Poznañ, Prezidium Policii Nr. 5072, S. 87-89, 91-95, 122-129: „Übersetzung. Abschrift des Contracts des hochgelährten Herrn Oberrabbiners Kivo Eger“, 3. Elul 575
JNUL Jerusalem, cod. 4o-741, Pinkas des Posener rb. Gerichtshofes von 1783-1807 (124 Bl.) mit einem Paket der Egerschen Korrespondenz
LA Oranienbaum, Abt. Dessau, C 15, 60 I, vom 19. Feb. 1829: Rb. Israel Lipschütz betont, „daß der Posener Rabbiner im talmudistischen Fache selbst allen deutschen orthodoxen Rabbinern als Autorität gilt“
Eigenhändiger Ehevertrag für seine Enkelin; ’Amar Rabbi ‘Aqiva’ ’Ašrechäm, London 1970, 4 S. in 255 Expl. [Expl. JNUL R2-74-A-3723]
AP Poznañ, Rep. 4441 [Amtsgericht Posen], Nr. 1933 Testament des Jakob Moses Eiger, Ober-Rabbiner in Posen, 1835-1892
CAHJP Jerusalem, P 40, Nr. 162-165, Biograph. Materialsammlung von Arthur Posner.
Manuskripte
JNUL Jerusalem, cod. 8o-2477 einundzwanzig Briefe an versch. Persönlichkeiten; ex libris Jakob Freimann
Ebd., cod. 8o-349 Homilien, 20 Bl
Ebd., cod. 8o-176 Homilien und Gedenkreden, 1786, 129 Bl
Ebd., cod. 8o-5735 Glossen zu Alfasi, kopiert 1907
Ebd., cod. 8o-168 Mitschriften eines Schülers, 25 Bl
Eine Sammlung mit halachischen Korrespondenzen in New York, Yeshiva University, Gottesman Library, Bernstein Collection; weitere Nachlaßdokumente (darunter das dt. Testament) in der Privatsammlung William Loewy; vgl. Ashkenaz, the German Jewish Heritage, Yeshiva University Museum 1988, S. 81-83
Laufendes Editionsprojekt am Mechon Yerušalayim in Jerusalem; siehe Moriyyah XXI,3-4 (1996/97), S. 21
in Moriyyah: Anmerkungen zu Sukkah, Git. t. in und Baba’ Qamma’, in Moriyyah II,11-12 (1969/70), S. 1-7
„Sugya’ diBererah (Git. t. in 25)“ Moriyyah III,1-2 (1970/71), 8-13 (aus einer Hs. H. illuqe deRabbanan, rabb. Disputationen aus dem Jahr 1819); „Še’elah bdin Pidyon ha- Ben“, ebd. IV,10-11 (1973), S. 2-5 (unter den Responsen von Meyer Posner-Munk in der JNUL)
“Haggahoth“, Moriyyah VI,10-11 (1976), S. 19-25 (mit Bibliographie der Marginalia von seiner Hand, lt. S. 20 hinterließ er Randbemerkungen in zahlreichen Büchern seiner Bibliothek). „Haggahoth“, Moriyyah VII,2-3 (1977), S. 22-26 (autogr. Marginalia in einem Expl. der British Library; derselbe Einleitungstext mit Bibliographie). Zwi-Jehoschua Leitner, „Tešuvoth R. ‘Aqiva’ ’Egär“, Moriyyah VII,8-10 (1977), S. 13-15. Schüler. Ein Lexikon der bedeutendsten Eger-Schüler gibt Hirschler, Sefär Me’oran šäl Yiœra’el, Bd. II; es umfaßt S. 335-338 Abr. Abusch Wreschner, S. 338 Elias Munk, S. 338-342 Elias Guttmacher, S. 343 Anschel Lichtenstein, S. 343-344 Baruch Rosenfeld, S. 345 Gabriel Kohn, S. 345 Wolf Laseron, S. 346 Heymann Joël, S. 346-348 Juda-Zwi Güns-Schlesinger, S. 348 Joseph Elieser Labaszynski, S. S. 348 Joseph Sundel Salanter, S. 349 Joseph-Joske Spiro, S. 349 Joseph Löb Feder, S. 349 Joseph Moses Grätz, S. 351 Jechiel Joel Auerbach, S. 352 Jakob Zwi Meklenburg, S. 352 Jakob Mamluk, S. 352 Jakob Heilbronn, Isaak aus Obornik, S. 354 Israel Gabrielewitsch, S. 354 Meir Rosenthal, S. 354-357 Mordechai Michael Jaffé, S. 357-358 Mordechai Schönlank, S. 358 Moses Eiger, S. 358 Moses Michael Lichtenstein, S. 360 Moses Feilchenfeld, S. 360 Michel Löb Munk, S. 362 Zwi Tamarsohn, S. 362 (und 47-63) Zwi Hirsch Kalischer, S. 364 Zwi Guttmacher, S. 366 Zwi-Hirsch Schlank, S. 366 Zwi-Hirsch Schneidemühl, S. 366 Sal. Kroner, S. 366-367 Sal. Posner-Landsberger, S. 367 Sam. Güns-Schlesinger, Simon Segal, Sam. aus Wronke, S. 371 Jakob Simcha Rehfisch, S. 371-373 Simon Hakohen Schotten, S. 374 Schraga Feibel Frankel.
Publikationen
Halachische Korrespondenz mit dem Fürther Oberrb. M. S. Kohn in dessen Bigde Kehunnah, 1807, Bl. 107v
H. illuqa’ deRabbanan, gedruckt im Anhang zu den H. idduše ha-RaN des Nissim von Gerona, Baba’ Mes. i‘a’, Brzeg Dolny (Dyhernfurth) 1822, u. ö
Haggahoth, Marginalia zur Mischna, zuerst in der Ausgabe Prag 1825-1830, übernommen in die meisten späteren Ausgg
Gilyon ha-ŠaS Marginalia zum Babylonischen Talmud, zuerst in der Ausgabe Prag und Wilna 1830-1834; übernommen in zahlreiche spätere Ausgg. und im Qoves. Mefarešim, Jerusalem 1973ff.; kritische Edition mit Ergänzungen nach den Hss. Gilyon ha-ŠaS ha-šalem, Jerusalem 1987, 440 S.; zu Šabbath und Qådašim auch New York 1988
Tefillah yafah biš‘ath hä-H. oli-ra‘, Wien 1831, 12 S. [Expl. JNUL 23-V-3192]; Pest 1892
Opfer des Dankes. Predigt gehalten bei der gottesdienstlichen Feier in der Synagoge zu Posen am Tage der Einführung der Repräsentanten und Wahl der Verwaltungsbeamten für die Isr. Gemeinde. Frei übersetzt nach dem Hebräischen, von Moritz Fränkel, Posen 1834 [Expl. JNUL 23-V-7153]
Rede gehalten in der Synagoge zu Posen zur Beachtung bei der Repräsentantenwahl der Isr. Gem. daselbst, Posen 1834 [Expl. JNUL 23-V-7154]
Tešuvoth Responsen, Bd. I, mit zwei Homilien, Warschau 1834, 222 Bl.; Stettin 21860, 199 Bl.; Warschau 31876, 145 Bl.; 41892, 51912; Bd. II hrsg. Isaac Caro, Wien 1889; Index London 1971, 13 S
Deruš weH. idduš, Bd. I Talmudauslegungen zu Berachoth, Sedär Mo‘ed, Yevamoth und Ketubboth; Bd. II mit 16 Homilien, Warschau 1839, 13 + 48 + 38 + 44 Bl. [Expl. AIU Paris, H 5850B]
Tosafoth, Glossen zur Mischna, zuerst in den Edd. Altona 1841-45; Warschau 1862-67. Die konträre Zeitstimmung zeigt Orient 1840, S. 339, aus London: „Der Sohn des seligen R. Akiba Eger s. A. sammelt hier Pränumeranten auf zerstreute Bemerkungen des Letztern über die Mischna. Wenn wir den Aeußerungen unsrer Gelehrten trauen dürfen, so bedürfte man jetzt solcher, wahrscheinlich in ganz anderem Sinne und Geiste geschriebener Werke nicht“
H. idduše R. ‘Aqiva’ ’Egär, zu Baba’ Mes. i‘a’, Git. t. in und Ketubboth, Berlin 1858, 69 Bl. [Expl. AIU Paris, H 2019]
Marginalia zum Šulh. an ‘Aruch, Teil I zu YD, Königsberg 1859-1860; Teil II zu OH hrsg. Abraham Bleicherode, Berlin 1862, 66 + 10 + 65 + 2 Bl.; Teil III zu EE und HM hrsg. Nahum Streisand, Toruñ 1869, 109 Bl
Sein Testament in Schlomo Kasperowski, S. awa’ath ha-Ge’onim, Warschau 1875
Marginalia zu den Responsen des Nissim von Gerona, Wien 1889
Marginalia zum Sefär ha-Simanim mi-Torath H. at. t. a’ath von Moses Isserles, Warschau 1890, 24 Bl.; Nachdruck Jerusalem 1982
Marginalia zu den Šemoth ba’Aräs. des Moses Ibn Habib, Warschau 1890
Korrespondenz in Simon Sofer (Hrsg.), ’Iggeroth Soferim, Bd. I, Wien 1928; Frankfurt 1950; weitere Briefe in ’Iggeroth, 2. Aufl. Jerusalem 1990; 1994, 270 S.; dazu Buchsbaum, „’Iggäräth hith‘oreruth šä-yuh. asah leR‘Aq’A bet. a‘uth“, Moriyyah XI,3-4 (1982), S. 90
Sammlung von Talmudauslegungen in Menachem Meiri, Beth ha-Beh. irah zu Sanhädrin, hrsg. Abr. Sofer, Fft./M. 1930
Unveröffentlichte Homilie im Anhang zu Käräm ’Aharon von Aron Wolnow, Warschau 1931
Diverse Responsen und Talmudauslegungen in der Anthologie Tiroš weYis. har, Belgorai 1937
Diverse Talmudauslegungen in Bunem Eger, Sefär ‘Ammude ’Egra’, Budapest 1938
Marginalia zu den Büchern Ša‘ar ha-Mäläch, ‘Äzrath Našim u. a., Bne Brak 1969, 64 S
Marginalia zur Sifre Deuteronomium, hrsg. v. Schachne Koliditzki, Jerusalem 1972
Marginalia zum S. aLeaH. Traktat Berachoth, hrsg. Jakob Michael Hirschmann, New York 1972, 56 S
Sammlung von Talmudauslegungen in WeZo’th lIhudah, Gedächtnisschrift für Yehuda Gross, Jerusalem 1977
Deruš weH. idduš mi-kethav Yad zu Talmud und Šulh. an ‘Aruch, hrsg. Nathan Gestetner, Jerusalem 1982, 208 S. (Rezension in Moriyyah XI, 11-12, S. 96-97); erweiterte Neuausgabe von Aron Löb Melubitzki, Jerusalem 1991
H. ibbur qušyoth ‘as. umoth ‘al kol ha-ŠaS, Liste mit 1.401 ungelösten Talmudproblemen, nach einer Hs. hrsg. von Israel Stern, Bne-Brak 1982, 192 S
Nišpet. e R. ‘Aqiva’ ’Egär, Protokoll- und Briefbuch des Posener Oberrts., hrsg. Schmuel Einstein, Bne-Brak 1982
’Osef Genazim, Responsen, Talmudauslegungen und andere Inedita, Bne Brak 1984, Bd. I, S. 421-456
Marginalia zum Krethi uFlethi von Jonathan Eibeschütz, Jerusalem 1989, 240 S
Vierundvierzig Approbationen, davon neun aus Mirosławiec 1785-1815, eine aus Breslau 1810, eine aus Sochaczew 1813 und dreiunddreißig aus Posen 1820-1837; Löwenstein, Index, S. 51. Werkausgaben. Deruš weH. idduš R. ‘Aqiva’ ’Egär, Bd. I Responsen, Bd. II-III Kompilation der Talmudauslegungen aus dem Deruš weH. idduš (1839) und den H. iddušim (1858), Warschau 1892; Neuauflage ca. 1930; zahlreiche photomechanische Nachdrucke seit 1943; ergänzt nach den Hss. zu H. ullin und die 10 Ma‘arachoth hrsg. Abraham Silberberg, New York 1957, 178 S.; Jerusalem 1971
H. idduše R. ‘Aqiva’ ’Egär, Talmudauslegungen, aus seinen Werken kompiliert, 3 Bde., Zichron Ya‘aqov 1982; Superkommentar des Abraham Jesaja von Karlitz, H. idduše H. azon ’Iš ‘al ha-Gera‘a’, hrsg. von Rb. Greyneman, Bne Brak, 2000
Kritische Edition der Responsen, Bne Brak 1984ff.
Bildmaterialien
Bildnis auf Lithographie („Steindruck v. Tausk in Lissa“) und auf Glas gemalt; Israel Museum, Feuchtwanger Collection Kat. Nr. 124-125; über die volkstümlichen Eger-Bildnisse siehe Yerahmiel Cohen, „’Wehayu ‘enecha ro’oth ’äth morecha’ - ha-rav ke’iqonin“, Zion 58 (1993), S. 407-452.
Literatur
Über seinen gleichnamigen Großvater Wininger II 99 mit falschem Todesdatum; Gold, Bratislava, S. 64. Über ihn selbst Nachruf AZJ 1837, S. 377-378
O. H. Schorr in Hechalutz II 29
R. I. Fürstenthal, ’Eväl Yah. id, Breslau 1838
Mordechai Löb Löwenstamm, Zächär S. addiq, Breslau 1838, 12 S
Saul Isaac Kämpf, Biographie des hochberühmten, hochseligen Herrn A. E., Oberrabbiner zu Posen, nebst einem Trauergedicht auf sein Hinscheiden, Leszno 1838
Abraham aus Stawisk, Rišfe Kašäth [Ps 76,4], Königsberg 1852, 40 S
Toledoth R. ‘Aqiva’ ’Egär, Erinnerungen von E.s Söhnen an ihren Vater, hrsg. Mosche Bleichrode, Berlin 1862; Nachdruck Warschau 1875; Lodz 1930, 30 S.; Jerusalem 1975; 1990
M. Ehrentheil, Jüdische Charakterbilder, Pest 1867, Bd. I, S. 21-34
Graetz, Geschichte3, Bd. XI, S. 391
Baeck, Geschichte, S. 504, demzufolge E. „durch seine Milde, Bescheidenheit und Menschenliebe die Verehrung aller Kreise genoß und dadurch seine Gemeinde den Reformbestrebungen verschließen konnte“
Walden, Šem ha-Gedolim hä-h. adaš, S. 113
Salomon Lewyson, Vollständige Biographie des Rabbi A. E., Posen 1881, 100 S
Friedländer, Geschichtsbilder, Bd. II, 1887, S. 52-55
Benjamin Rabinowitz- Teomim, Mišnath Rabbi Binyamin, Superkommentar zu den Mischnaglossen, 2 Bde. Jerusalem ca. 1890-1912
Moritz Lazarus, Treu und Frei, S. 286, überliefert Anekdote: „als er auf der Reise in einem Dorfe die Freudenjauchzer aus einer Bauernschenke vernahm, fragte er: ’Was bedeutet der Jubel? haben sie etwa ein Problem der Tosafisten (Commentatoren des Talmuds) gelöst?’ Für ihn und seinesgleichen gab es sonst in der Gotteswelt keinen anderen Grund für das Gefühl seligen Behagens“
Kayserling, Gedenkblätter, S. 17f
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 728, 757, 862
JE V 52f mit Bildnis
Lewin, Lissa, S. 244-248
Leopold Wreschner, „Rabbi Akiba Eger’s Leben und Wirken“, JJLG 2 (1904), S. 27-84; 3 (1905), S. 1-78
Löwenstein, „Hanau“, S. 19 über die Vorfahren in Frankfurt und Hanau
L. Wreschner, „Nachträge und Berichtigungen“, JJLG 3 (1905), S. 312-315
Heppner und Herzberg, 122ff., 816ff
L. Wreschner, Rabbi Akiba Eger, Fft./M. 1910
Salomon Carlebach, Beth Yosef S. evi, Index der Talmudkommentare von Jesaja Berlin und A. E., Bd. I zu Sukkah, Ro’š ha-Šanah, Bd. II zu Berachoth, Bd. III zu Bes. ah, Berlin 1910-1928
David Rapoport, S. ämah. Dawid, Kommentar über E.s Responsen und Talmudglossen, Kadan 1925, 156 S.; Nachdruck New York 1962; Jerusalem 1974
JL II 244- 246 mit Bildnis
Ujvári, Magyar zsidó lexikon, S. 210
EJ dt. VI 209-214 mit Bildnis
Mosche Moineschter, Ganon weHis. s. il [Jes 31,5], Superkommentar zu den Mischnaglossen, 2 Bde. Brooklyn 1934-1937
Max Lessmann, A. E. Ausstellung, Berlin 1937 (Porträts und persönliche Objekte)
Schaul Blum, Gedole Yiœra’el. H. ayye ha-ga’on rabbenu Rabbi ‘Aqiva’ ’Egär, zemano, h. ayyaw, pe‘ulothaw we‘ärko ledorot bimele’ath me’ah šanah lift. iratho, Warschau 1937, 97 S.; Nachdruck in Israel, 1967
Abraham Ovadia, „Rabbi ‘Aqiva’ ’Egär“, Sinai 1 (1937/38)
Josef Zahavi, S. antre deDahaba’, Superkommentar zum Gilyon ha-ŠaS, Jerusalem 1955
Hallah. mi, H. achme Yiœra’el, S. 260f
’Äns. iqlopädyah ‘ivrith II 629f
Chaim Dov Shevvel, Mišnatho šäl ha-ga’on Rabbi ‘Aqiva’ ’Egär bGilyon ha-ŠaS, Jerusalem und New York 1959, 691 S., ²1982
Eliav, H. innuch, S. 150f, 157, 327; dt. Übs. S. 193, 420f
Abraham Isaak Hollender, Pene ’Avraham, Superkommentar zum Gilyon ha-ŠaS, Brooklyn 1964
Harold I. Climann, „A. E.“, in Leo Jung (Hrsg.), Jewish Leaders 1750-1940, Jerusalem 1964, S. 99-113
Schwab, Chachme Aschkenaz, Nr. 34
EJ eng. VI 469-471 mit Bildnis
Abraham Zilberman, H. osän Yešu‘oth [Jes 33,6], Superkommentar zum Gilyon ha-ŠaS, Jerusalem 1979
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 156, Nr. 1626
Hillel Albert, Ga’on ha-Doroth. Rabbenu ‘Aqiva’ ’Egär, Tel Aviv 1984, 62 S
Mosche Zwi Neria, ‘Al t. åhorath kele häräs. Lemod da‘ath be‘iyyuno šäl rabbenu ‘Aqiva’ ’Egär, Tel Aviv 1985, 19 S
Judith Bleich, „Rabbi Akiba Eger and the Nascent Reform Movement“, in: WCJS 9, B3 (1986), S. 1-8
Toledoth ... R. ‘Aqiva’ ’Egär ... beshriben fun zeyn geburt biz zeyn histalquss, Brooklyn, Reihe „Wunderlikhe Mayssyess be’Iddish“ Nr. 5, 1987, 39 S. [Expl. JNUL SD-1032931-FH]
Jakob Kohen, Rabbi ‘Aqiva’ ’Egär. Leyovel ha-150 lift. iratho, Bne-Brak 1988, 272 S
Ashkenaz, the German Jewish Heritage, Yeshiva University Museum 1988, S. 81-83 (mit wenig bekannter Porträtzeichnung)
Šelošah Sefarim ‘al torath Rabbenu ‘Aqiva’ ’Egär, versammelt Nachdrucke von Moses Löb Silberberg, Tif’äräth Yerušalayim; David Rapoport, S. ämah. Dawid; Issaschar Heltrecht, H. azuth Qašah, Jerusalem 1989
Jacob H. Sinason, The Gaon of Posen. A Portrait of Rabbi Akiva Guens-Eger, Jerusalem and New York 1989; 1991
’Aggadath Mišpah. ath ’Egär, hrsg. von der ’Aguddath Mišpah. ath ’Egär, 1990; seit 1992 erscheint auch ein Eger Family Association Newsletter [Expl. JNUL PB 11628]