Sohn des Fleischhauers Elias E., beendet die vierte Hauptschulklasse in Kolín und besucht die isr. Hauptschule in Prag. Privatlehrer in Kolín, später Religionslehrer in Benešov (Beneschau), versieht provisorisch den Unterricht in allen anderen Fächern und wahrte nach eigener Aussage eine „musterhafte Haltung insbesondere in der aufrührerischen Zeit im Jahre 1848“. Verrichtet rb. Funktionen für den Berauner Kreisrb. Löb Glogau, der ihm am 13. Mai 1856, also einen Monat vor seinem Tod, ein Rabbinatsdiplom ausstellt. Als Religionsweiser in Neustupov (Neustupow), Südböhmen unternimmt er 1858 erste Versuche zur Erreichung der Rabbinerwürde
der opponierende Kreisrb. Jakob Mahler bezeichnet sein Diplom in einer Eingabe vom 11. Juli 1858 als „erschlichen“. 5. Juli 1859 erlangt er den Doktorgrad der Universität Gießen. Mit Studiendispens vom 19. Dez. 1864 wird er zum Rb. erhoben
er amtiert noch im Jahr 1893.
Dokumente
ÖStA/AVA Wien, Neuer Kultus, Israelitischer Kultus, D 5, vom 20. Okt. 1858 abgewiesenes Dispensgesuch von Isak Eisner in Neustupov, mit autobiographischem Brief vom 28. Mai 1858, aus dem die vorherige Aktivität in Benešov hervorgeht
Ebd., vom 17. Dez. 1864 erfolgreiches Dispensverfahren für Isak Eisner in Neustupov
Ebd. vom 19. Sept. 1865 nennt Rb. Dr. Isak Eisner in Nýrsko (Neuern), Westböhmen, als autorisiert zur Erteilung von Vorbereitungsunterricht und Zertifikaten für den Besuch der Preßburger Landesrabbinerschule.
Literatur
Jahrbuch für die isr. Cultusgemeinden Böhmens, I (1893), S. 226.