Sohn des Rb. Josua Moses Falkenauer und der Hanne Stetten, sechsjährig von der Mutter verwaist, wächst er bei der in Breisach verheirateten Tante auf und besucht dort die Realschule, 1826 Rückkehr nach Fürth, Studium an der reformierten Talmudschule und Privatstunden in Nürnberg
nach dem Tod des Vaters 1829-32 Gymnasialstudien und Abiturprüfung in München
WS 1832/33 bis SS 1834 Studium an der Münchner Universität, erhält sodann die rb. Ordination von J. Aub in Bayreuth (11. Aug. 1834). 1836 bis Jan. 1840 Hauslehrer bei Kaufmann Wassermann in München. Am 3. April 1838 bestand er in München die rb. Staatsprüfung mit der Note 2. Mit einem zusätzlichen Diplomen von Hirsch Aub in München (24. Jan. 1840) und seinem Onkel Rb. Geismar in Sinsheim (13. Feb. 1840) wurde er Rabbinatsadjunkt bei seinem greisen Schwager Pinkas Katzenellenbogen in Öttingen. Obwohl dieser den von der Gemeinde ungelittenen Adjunkten schon seit 1843 zu entlassen versucht, versah F. auch nach dem Tod des Schwagers 1845/46 die Verwaltung des Rabbinats, scheint aber daraufhin den Beruf gewechselt zu haben.
Dokumente
StA Augsburg, Reg. 11.867, Studienzeugnisse und Dokumente über seine Anstellung in Öttingen. Gemeindeglieder beschweren sich am 25. Juli 1842, daß F. in seiner schon zweijährigen Anstellung „weder die Schule besucht noch die Synagogenordnung aufrecht erhält, auch die religiösen Vorträge ganz unterbleiben. Die Persönlichkeit des Hirsch Falkenau ist nicht von der Art (wovon sich Jeder überzeugt, der denselben sieht, und während der Ausübung seiner Funktionen beobachtet) daß sie diejenige Achtung und Ehrfurcht der israelitischen Gemeindeglieder gegen ihn hervorruft, welche unumgänglich nothwendig ist, wenn ein Rabbiner bei seiner Gemeinde etwas Ersprießliches leisten und bewirken will“.