Geb. in „Benzin“ in der Prov. Posen, vielleicht in Zbąszyn (Bentschen),
Gest. 3. Mai 1900 in Hamburg
Sohn des Rb. Izak F., schon in seiner Jugend Dajan in Zaniemyœl (Santomischel), Rb. in Witkowo, um 1861/64 Rb. in Bierun Stary (Alt-Berun), Oberschlesien, dann in Buk, Prov. Posen, 1867 Rb. in Lidzbark Welski (Lautenburg), Prov. Westpreußen, dort auch als Beschneider tätig, wobei er sich für den Erhalt der Mezizah einsetzte und auch ansonsten den Reformern militant entgegentrat. 1879 Stiftsrb. an der Klaus des Löb b. Schaul in Hamburg. Sein Sohn Dr. Daniel F., geb. 8. März 1862, war Rb. in Aurich, Svitavy (Zwittau), Wien und Berlin.
Manuskripte
Duckesz erwähnt weitere umfangreiche halachische Korrespondenzen.
Publikationen
H. äsäd wa’Ämäth. Wohlthätige Wahrheit, zur Verteidigung der rituellen Tauglichkeit des neuen Friedhofsgeländes in Ohlsdorf, 1884 (anonyme Gegenschrift: S. ädäq uMišpat. , Strenges Recht. Entgegnung auf die „Wohlthätige Wahrheit“ des Herrn Rabbiner Ruben Fink, von einem Freunde der Wahrheit, Hamburg 1884)
Tenuvath Yehudah, Talmudauslegungen, 1896
Halachische Korrespondenz aus seiner Amtszeit in Schlesien mit Esr. Hildesheimer, in dessen Responsen, I, Nr. 68, 178.
Epigraphik
Grabstein auf dem Friedhof in Ohlsdorf, abgeb. bei Goldschmidt, 1912, Tafel X.
Literatur
Dissertation seines Sohnes Daniel, 1891
Duckesz, H. achme ’AHU, Nr. 140, hebr. 146f, dt. S. 51f