Von dem kurpfälzischen Landesrb. Hirsch Katzenellenbogen 1797 als Unterrb. für das Amt Fischbach eingesetzt mit Sitz in Schluchtern, da diese Gemeinden von Mannheim zu weit entfernt lagen. Nach Zuteilung Schluchterns an das Fsm. Leiningen ist er seit ca. 1804 auch zuständig für die ebenfalls leiningischen Orte Richen, Fischbach, Sinsheim, Steinsfurt und Arbach sowie für die Stadt Eppingen. Nachdem Schluchtern eine badische Enklave im Württembergischen geworden war, erhielt er 1809 einen der badischen Rabbinatsbezirke und versorgte überdies noch um 1813 die Gemeinden im Umkreis Heilbronns. Seine Witwe Zirle Delom (1772-1833) zog nach Mosbach zu ihrem Sohn, dem Rb. Isaak F.
Dokumente
CAHJP Jerusalem, „Karlsruhe“ S 378/11, vom 4. Aug. 1809, Anstellung als Bezirksrabbiner
Ebd., vom 27. Jan. 1810 mit einem Zeugnis aus Steppach über Amtserfüllung von Rb. Löw Friedberger in Schluchtern. Über seinen Sprengel siehe die Aussagen des Schluchterner Vorstehers Elias Alexander (20. Aug. 1809), der Eppinger Juden (28. Jan. 1810; sie nennen ihn „den berühmten Herrn Löw Friedberger“) und der Provinzsynagoge (14. Sept. 1815). Am 8. Nov. 1815 „Gehorsamste Vorstellung und Bitte, des Unterrabbiners Löb Friedberg zu Schluchtern, seine Anstellung als Rabbiner betr.“; er habe die meisten Orte durch die neue Grenzziehung verloren und sei „in eine äußerst verzweiflungsvolle Lage versetzt“
Ebd., vom 26. März 1811 über Grenzkonflikte mit dem Rb. Isaac Veit [Flehinger] in Flehingen
HStA Stuttgart, Best. E 201c, Büschel 41 Bad Mergentheim, vom 18. Juni 1813, Über seine württembergischen Klienten
GLA Karlsruhe 390/3169, vom 9. April 1833 und 7. April 1840, jüdisches Standesregister Mosbach.