BHR Biographisches Portal der Rabbiner

FRÖHLICH, Wilhelm, Dr.

  • Geb. 15. Okt. 1832 in Moravský Krumlov (Kromau), Mähren,
  • Gest. 31. August 1888 in Halle/Saale
  • Sohn des Kaufmanns Simon F. und der Adelheid Friedmann, Besuch der Gymnasien in Prag, Brünn und Preßburg, 21. Nov. 1856 imm. Breslau und Studium am Jüdisch-theologischen Seminar, 1859 Entlassung mit dem Seminardiplom, Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1859, S. 330, Nr. 514). 1. Juli 1860 Rb. in Halle, wo er auch ein Knabenpensionat führt.

Dissertation

  • De R. Mosis b. Nachmani ad Pentateuchum commentatione eiusque ad Raschii et Ibn-Ezrae commentarium Pentat. ratione, Diss. Halle 1860.

Dokumente

  • AU Wrocław, F 434, S. 111; F 437, S. 28, mit Matrikeleintrag
  • UA Halle, Phil. Fak. I, Nr. 33, mit Dissertation und Vita; ebd., Phil. Fak. II, Nr. 92, Bl. 65-68, Promotionsakten. Der Gutachter Rödiger erkennt, daß das Dissertationsthema mit dem der JTS-Preisaufgabe von 1857 identisch ist; aus der Prüfung notiert er Bl. 67: „Die Kenntnisse des Cand. im alttestamentlichen Hebräisch erheben sich nicht viel über das Niveau der neueren jüdischen Schulen, so daß ihm häufig gerade das fehlt, was zum vollen Verständniß der Texte das nöthigste ist“
  • CJA Berlin, 75A Sta 2, Nr. 8 vol. II, Bewerbung vom 6. Jan. 1860 in Stargard Szecziñski (Stargard in Pommern)
  • CAHJP Jerusalem, Bamberg D/Ba17a,37, vom 28. April 1863, Gutachten von M. Güdemann über ihn: „Derselbe ist in H[alle] sehr beliebt, wäre aber nicht abgeneigt, nach B[amberg] zu gehen. Er predigt gut und besitzt eine gute talmudische Bildung, ist ein junger Mann mit einer Frau und 1 Kinde.“

Literatur

  • AZJ 1861, S. 57, Werbung für sein Pensionat
  • Todesmeldung Neuzeit 1888, S. 362
  • Brann, Jüd.-theol. Seminar, S. 159 (mit falschem Geburtsdatum 1834), nennt keine Publikationen
  • 300 Jahre Juden in Halle: Leben - Leistung - Leiden - Lohn, hrsg. von der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Halle 1992, S. 56-59; dort S. 68 Anspielung auf Zugehörigkeit zu den Freimaurern
  • Dick und Sassenberg (Hrsg.), Sachsen-Anhalt, S. 103
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 623.