Sohn des Hoffaktors und judenschaftlich-bergischen Vorgängers Lazarus v. G. mit der Sara Lea Preßburg aus Wien, vor 1761 nach Deutz verheiratet mit Vogel Dülken (gest. 1798), Tochter des Salomon D. 1786 Oberrb. in Deutz mit Zuständigkeit auch für die rechtsrheinischen Gemeinden des Erzstifts in Siegburg, Troisdorf, Sieglar und Bergheim. Seine Nachfahren lebten in Deutz bis ins 20. Jahrhundert
sein älterer Bruder, der Düsseldorfer Arzt Dr. Gottschalk von Geldern, war Heinrich Heines Großvater.
Dokumente
HStA Düsseldorf, Reg. Köln 3662, nennt ihm im Verzeichniß der auf dem rechten Rheinufer des Regierungsbezirks Coeln wohnenden Juden von 1816 sowie in der zweiten Version vom 9. Aug. 1824, darin „Michael van Gueldern, 88 Jahr alt und 38 Dienstjahre“
Nach dem Deutzer Familienregister soll er bei seinem Ableben im selben Jahr schon 94 Jahre alt gewesen sein; siehe Klaus H. S. Schulte, Familienbuch der Deutzer Juden, Köln 1992, S. 101.
Literatur
„Simeon von Geldern’s Stammbaum der Fam. Geldern“, in: David Kaufmann, Aus Heinrich Heine’s Ahnensaal, Breslau 1896, S. 303
Heinz Frank, „Die Pessach-Haggada der Fam. van Geldern“, C. V.-Zeitung 4 (1925), S. 454f
Gregor Hövelmann, Juden in Geldern, Geldern 1982, S. 8.