BHR Biographisches Portal der Rabbiner

GERAU, Lippmann Herz

  • Geb. 1752 in Groß-Gerau, Lgft. Hessen-Darmstadt,
  • Gest. 22. Juni 1829 in Fürth
  • Studiert den Talmud in Mainz, Mannheim, Metz und Fürth, 9. Okt. 1782 Heirat mit Serla Haßfurt (st. 1825) aus Zirndorf und Niederlassung dort
  • 1. Nov. 1790 Aufnahme in die Judenmatrikel der Stadt Fürth als „Schullehrer“, er war Rb. und Lehrer des 1763 gegründeten Waisenvereins. 13. Dez. 1812 Dajan in Fürth. Er sollte 1825 zum Staatsexamen vorgeladen werden und erhielt mit den übrigen Fürther Dajanim am 16. Nov. 1826 einen Dispens.

Dokumente

  • StA Nürnberg, JM 100, isr. Trauregister Fürth
  • Ebd., RA 1932, Nr. 211, Judenmatrikel
  • CAHJP Jerusalem G5/1037/I, S. 22 Nr. 135, Eintrag im Sterbereg. Fürth, Beruf „Rabbiner“.

Publikationen

  • Korrespondenz mit Jeschiwaleiter Wolf Hamburger in dessen Œimlath Binyamin, Bd. I, Bl. 25r
  • Approbation zum Fürther Talmud, datiert 1829; Löwenstein, Index, S. 65.

Literatur

  • Das Subskribentenverzeichnis der Fürther Talmudausgabe (1832) nennt ihn nach J.-M. Falkenauer als zweiten Dajan
  • Löwenstein, „Fürth“, II, S. 104 Anm. gibt Eintrag im Memorbuch des Waisenvereins; er habe viel unterrichtet und noch im hohen Alter frühmorgens in der Klaus gelernt
  • Kinstlicher, Hä-“H. atham Sofer“ uvene doro, S. 42
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 108, 385.