Sohn des Juda Seelig-Selke Halevi, 7. Nov. 1726 verheiratet mit Jached (st. 1780), Tochter des Jechiel-Michel aus Glogau, welcher sich in Wien niederließ. Verschwägert mit Ez. Landau, gehört mit diesem als Rabbinatspräses in Glogau zu den Häuptern der Vermittlungspartei im Emden- Eibeschütz-Streit
1767 Oberrb. in Eisenstadt. Sein Sohn Michl G. folgte ihm im Amt
ein (vermutlicher) zweiter Sohn Moses Lemelson, geb. 1747, ließ sich in Mecklenburg taufen.
Publikationen
Ša‘ar ’Ašär, Homilien, in Moses Glogau, H. ut. ha-mešullaš biše‘arim, Wien 1821
Halachische Korrespondenz mit Ezechiel Landau in dessen Noda‘ bIhudah, I, YD 19; II, OH 36, 99; EE 87
Bibelauslegungen in El. Kalir, H. awwath Ya’ir h. adaš, Bl. 75ff
Eine Talmudauslegung in Kåthnoth ’Or, Bl. 33a
Gebet aus der Zeit der Belagerung Glogaus 1741, in Joel Glogau, Divre ha-’Iggäräth, S. 15ff
Fünfzehn Approbationen, datiert aus Glogau (1754), Holasitz (1755), Glogau (1762-67) und Eisenstadt (1768-89); bei Wachstein, Grabinschriften Eisenstadt, S. 153f, und Löwenstein, Index, S. 20f.
Literatur
Landshuth, ’Anše Šem, S. 86, über seinen Widerstand gegen die Gesetzeserleichterungen Ez. Landaus
Walden, Šem ha-Gedolim hä-h. adaš, S. 86
Schwartz, Šem ha-Gedolim me’Äräs. Hagar, Bd. I, S. 36
Wachstein, Grabinschriften Eisenstadt, S. 152-154
L. Moses in JJLG 18 (1927), S. 307, 317
Gold, Burgenland, S. 23
Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 109, Nr. 1086; über den Sohn S. 137, Nr. 1394