Sohn des Rb.s Ezechiel G. und der Chaje-Sara Bondi, ausgebildet unter den Prager Talmudisten, um 1790 an der Jeschiwa in Fürth, 1791 Heirat mit Eva Basch, Tochter des Isaak B., seit ca. 1795 Talmudlehrer in Prag
mit Verordnung vom 9. Aug. 1819 wurde er als Jeschiwaleiter staatlich anerkannt
als solcher wirkt er gemeinsam mit Neh. Trebitsch und seinem jüngeren Bruder Löb G. Nach Prüfung aus der Ethik und dem Naturrecht wird er im Jan. 1828 zweiter Oberjurist als Nachfolger von Eleasar Fleckeles.
Dokumente
SÚA Prag, HBF 177, fol. 129, Eintrag im Prager Familiantenregister
Ebd., ČG Camerale, 1826-1835, svazek 13/9, Bewerbung um die Prager Juristenstelle (27. Sept. 1825). Nach Auskunft des Prager Magistrates kenne man „seine rabbinischen und talmudischen Kenntnisse, seine vollkommene Ausbildung in den orientalischen Sprachen, das von der Judengemeinde genießende volle Vertrauen und seinen rechtlichen Lebenswandel“ (31. Jan. 1828).
Manuskripte
Mitschriften des Eliak. B. Sal. Kolin aus aus seinen Vorträgen; Ms. 213 von seinem Lehrer Meir Glogau, 1817
Ms. 210 dgl., 1826 zu Beza.
Publikationen
Divre Me’ir zu den Talmudtraktaten Git. t. in, Šabbath, Ro’š ha-Šanah und Baba’ Mes. i‘a’, Prag 1810, 36 Bl.; Nachdruck Jerusalem 1982
Šämän ha-Ma’or [Ex 35,14] über die Vorschriften betreffend Zizith und Tefillin, Prag 1816, 54 Bl. (mit Aufzählung der Ahnenreihe)
Korrespondenz mit dem Fürther Jeschiwaleiter Wolf Hamburger in dessen Œimlath Binyamin, Bd. II, fol. 50r
Vier Approbationen, datiert Prag 1827-28; Löwenstein, Index, S. 66.
Epigraphik
Lieben, „Erster Wolschaner Friedhof“, S. 21.
Literatur
Moses Hechheimer, Œafah Berurah, Fürth 1790, hat als Subskribenten „meinen Schüler Meir Glogau aus Prag“