BHR Biographisches Portal der Rabbiner

ASCHER, Abraham

  • Geb. 1794 in Wallerstein,
  • Gest. 5. Nov. 1837 in Bühl, Baden
  • Sohn des späteren badischen Oberlandesrb. Ascher Löw, lernt in Metz bis zum Chawer-Zeugnis und danach in Fürth. In Mannheim am 10. Jan. 1821 Heirat mit Gertrud Herzfeld (1797-1880), Tochter des Klausrb. Salomon Herzthal. Er und seine Frau leben von Handel und Geldverleih, was ihn als Wucherer in Verruf bringt und seine Aufnahme in die Mannheimer Klaus erschwert. Erst 1828 erhält er eine Stelle als „Beter“, unter Dispens von den Verordnungen über akademische Rabbinerqualifikation wird er 1829 Rabbinatsverweser in Bühl
  • 2. Juli 1832 Schaffung eines Bezirksrabbinats und definitive Anstellung.

Dokumente

  • StadtA Mannheim 12/1982 Nr. 6 Familienbogen Ascher
  • GLA Karlsruhe, 233/18679, Bewerbungen um Klausstelle in Mannheim, 1820-28; ebd. 358 Zug. 1911-118/15 und 16: Gesuche um Gehaltsaufbesserung aus Bühl, 1837. Nach Dafürhalten des Oberrats habe er „nunmehr sein Amt seit 5 Jahren mit lobenswerthem Eifer und pflichtmäßig versehen“; er sei „Vater von 7 unerzogenen Kindern“ (9. Juli 1837)
  • GLA Karlsruhe 390/855, Standesregister Bühl mit Geburtsund Sterbedatum.

Publikationen

  • Rede, gehalten am 22. September 1821, vierzehn Tage vor dem Versöhnungsfeste, bei einer zahlreichen Versammlung israelitischer Glaubensgenossen dahier, Mannheim 1821.

Epigraphik

  • Grabstein in Bühl, Südlicher Friedhofsteil XIII,1, Inschrift mit besonderem Verweis auf seinen Vater, den „Gaon“; siehe Sidon, Bühl.

Literatur

  • JE VIII, S. 191, gibt als Todesdatum fälschlich den 20. Feb. 1838 an
  • Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 178, 354.