BHR Biographisches Portal der Rabbiner

HAAS, Ephraim

  • Geb. 28. Juni 1800 in Hottenbach bei Bernkastel an der Mosel,
  • Gest. 2. Jan. 1834 in Lauterbourg (Lauterburg), Unterelsaß
  • Erster talmudischer Unterricht bei dem Ortsrb. Hirz Kann
  • Okt. 1816 Studium an der Klaus in Mannheim, Nov. 1818 zur Jeschiwa nach Frankfurt/M.
  • 26. Okt. 1826 Rb. in Lauterbourg. Im April 1829 ordiniert von Jekel Meyer (Straßburg), Simon Cahen (Colmar) und dem nun in Landau wirkenden Hirz Kann. Zeitweise aussichtsreichster Bewerber um das Landesrt. des oldenburgischen Ftms. Birkenfeld (1831-32).

Dokumente

  • RM/BA Mannheim, M 10 (Mieterbuch), Haus E2,6
  • AN Paris, F 19, no 11.094; F19*, no 1.821, Gehaltslisten der frz. Rb.; als „David Haas“
  • LHA Koblenz, 393/296, S. 11f, vom 27. Nov. 1829 Bewerbung im Ftm. Birkenfeld; er habe 800 Francs Gehalt u. freie Wohnung, wolle aber „meiner theuern Familie näher gebracht“ werden. S. 241-250 die ihm gestellten 53 Prüfungsfragen; S. 253-258 seine Diplome in Abschrift; S. 261 Brief aus Hottenbach vom 24. Nov. 1831: nach Besuch der ärmlichen Dienstwohnung in Hoppstädten kommen ihm Zweifel, „ob die Beschaffenheit des Domicils meiner körperlichen Beschaffenheit nicht schädlich wäre“. S. 261, 278-291 über Probepredigt; S. 281 Eindruck des Birkenfelder Gutachters A. Rauch von einem Zusammentreffen. „Ich habe zwar keinen Rabbi Mosche Ben Maimon erwartet; aber eine solche krasse Unwissenheit, eine solche Armuth an vernünftigen Ideen und positiven Kenntnissen, einen solchen finsteren Aberglauben und ganz jämmerliche Bigotterie hätte ich mir nimmermehr vorgestellt“. Ein versöhnlicherer Gutachter schreibt am 23. Jan. 1832: „Der junge Mann ist sehr brav und allgemein geachtet“, er übe fleißig das Predigen nach den christlichen Klassikern und werde „bei der Liebe zur Sache und bei seiner großen Lernbegierde“ seine Befähigung gewiß verbessern. S. 305-310 Prüfungsprotokoll.