Geb. 26. Juni 1821 in Drslavice (Draslowitz) bei Uherský Brod (Ungarisch-Brod) in Mähren,
Gest. 28./29. Dez. 1893 in Wien
Sohn des Brauereipächters Isak Löw J. und der Sara Back
die Vorfahren gehörten „zu jenen tschechischen Bauern, die im 18. Jahrhundert aus religiöser Überzeugung das Judentum angenommen haben“. Mit 6 J. Cheder in Uherský Brod
erster Unterricht beim Synagogendiener
mit 11-13 J. Talmudstudium bei Rb. David Buchheim und deutsche Schule
mit 13-17 J. Jeschiwa in Prostìjov (Proßnitz) bei Moses Katz Wanefried, bildet sich dort nachmittags bei dem Arzt und Privatgelehrten Dr. Gideon Brecher im Französ., Ital. und den Wissenschaften
mit 18 J. [1838] nach Prag. Jeschiwa bei Eisig Redisch, zugleich Besuch der Univ. (als freier Hörer, da ohne Abitur) und Arbeit als Hauslehrer. Hört Ende 1841 den Talmud bei Oberrb. Rapoport
Okt. 1842 an die Univ. Leipzig mit seinem jüngeren Bruder Hermann J. (der als Revolutionär in Wien 1848 standrechtlich erschossen wurde), zunächst ohne Aufenthaltsgenehmigung
besteht Abiturprüfung an der Thomasschule
Orientalistikstudium (Liste der besuchten Lehrveranstaltungen bei Rosenmann, S. 33-36)
kommt erst später vom Gelehrten- zum Predigerberuf, hält seit 1845 in Leipzig Predigten und wird Dez. 1847 als Religionslehrer und Prediger angestellt, 1855 nach Gemeindegründung und Synagogenbau Rb. in Leipzig, 1857 zweiter Prediger in Wien, 1865 Nachfolger I. N. Mannheimers als erster Prediger. Mitglied der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (ZDMG 1848, S. 507, Nr. 57). Sein Sohn Georg J. (1851-1911) war Dr. jur. et phil, Universitätsprofessor, Geheimer Hofrat, Direktor des Staatswissenschaftlichen Seminars.
Dokumente
StadtA Leipzig RA 42 F Nr. 1, Bd. II, vom 14. Jan. 1848 Zeugnis von Zacharias Frankel (Brämer, Frankel, S. 125)
CAHJP Jerusalem, P 46, vom 13. Sept. 1875, Brief von J. Aub an Sal. Herxheimer über die Berliner Rabbinerwahl in Nachfolge Abraham Geigers: „Man denkt an Jellinek“.
Publikationen
Schreibt 1843-50 im Orient unter der Chiffre „A. Ink“ (cf. 1847, S. 372); u. a. „Josef Kimhi’s heb. Übs. der Chobot ha-Lebabot“, LdO 1844, S. 170f; „Die kabbalistische Tradition ’Die Schöpfung ist ein Segen’„, LdO 1844, S. 470; „Biographische Skizzen“, LdO 1846
Hrsg. Sabbatblatt 1844-1846
Redaktionsmitglied der Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft
Übs. von A. Franck, Die Kabbala oder die Religions-Philosophie der Hebräer, aus dem Französischen, Leipzig 1844
Zähle die Tage! Predigt, 1846
Die Todtenfeier an den drei jüdischen Hauptfesten, 1846
Œefath H. akamim. Be’ur milim parsiyyoth we‘arviyyoth ba-Talmud, hebr., in Eisik Ben-Yaaqov, Devarim ‘Atiqim, Bd. II, Leipzig 1846, separat unter dem dt. Nebentitel Sefat Chachamim, oder Erklärung der in den Talmuden, Targumim und Midraschim vorkommenden persischen und arabischen Wörter, 1848, 16 S
Elischa ben Abuja, genannt Acher. Zur Erklärung und Kritik der Gutzkow’schen Tragödie „Uriel Acosta“, 1847
Die erste Confirmationsfeier in der Leipzig-Berliner Synagoge, 1847
WeZo’th lIhudah [Deut. 33,7]. Kanzel-Vorträge in der Leipzig-Berliner Synagoge, 1. Lieferung 1847
Zwei Kanzel-Vorträge in der Synagoge zu Ungarisch-Brod, 1847
Rede über die Trennung der Kirche vom Staate, 1849
Drei Gräber, Predigt, 1849
Jericho. Ein Bild von Israel’s Freiheit. Rede zur Feier der deutschen Grundrechte, am Passah-Feste, den Stadtvertretern in Leipzig gewidmet, 1849
Traurede bei der Vermählung seines Bruders Moriz zu Ungarisch-Brod, 1849
Die Bürgschaft. Kohelet, Sohn David’s. Zwei Kanzel-Vorträge, 1850
Moses ben Schem-Tob de Leon und sein Verhältniß zum Sohar. Eine historisch- kritische Untersuchung über die Entstehung des Sohar, 1851
Beiträge zur Geschichte der Kabbala, 2 Hefte Leipzig 1852
Der Familien-Tempel. Traurede in Pest gehalten, 1852
Der Mensch als Spiegelbild der Natur betrachtet. Predigt in Karlsbad, 1852
Freuden- und Freundesworte. Rede in Hamburg, 1852
Ha-Näfäš. Wikkuah. ‘al ha-näfäš, ha-guf weha-œechäl. Dialog über die Seele von Galenus, pseudo-galenischer Traktat, aus dem Arabischen übs. von Juda Alcharisi, hebr. mit dt. Vorwort, 1852, 24 S
H. åchmath ha-Qabbalah. Auswahl kabbalistischer Mystik, hebr. mit dt. Einleitung, Leipzig 1853, 88 S
Hrsg. Midraš ’Elläh ’Äzkerah ‘al ‘Aœarah Haruge Malchuth, hebr. mit dt. Einleitung, 1853, 24 S
Hrsg. Derašah des Moses Nahmanides, hebr. mit dt. Einleitung, 1853
Hrsg. Ha-Še’elah ha-šišith weha-ševi‘ith mi-Sefär ha- Näfäš lehäH. [acham] T. omas de ’Aqwino, aus dem Lateinischen von Eli Habilho, hebr. mit dt. Einleitung „Thomas von Aquino in der jüdischen Literatur“, 1853
Beth ha-Midraš. Qevus. ath Midrašim Qet. anim. Bet ha-Midrasch. Sammlung kleiner Midraschim, hebr., Teil I-IV Leipzig 1853-57, 192 + 160 + 248 + 168 S.; Teil V-VI Wien 1873-77, 248 + 204 S.; Neudruck in 2 Bd. Jerusalem 1967
1853
Das Mutterherz, Predigt, 1854, 3. Aufl. 1863
Gezeroth TaTNU. Zur Geschichte der Kreuzzüge, nach hschr. hebr. Quellen, hebr., 1854, 32 S
Hrsg. ’Iggäräth Musar des Salomon Al‘ami, hebr. mit dt. Einleitung, 1854
Hrsg. Šäva‘ Nethivoth ha-Torah ‘al pe ha- Qabbalah von Abraham Abulafia, hebr. mit dt. Einleitung, 1854, 64 S
Hrsg. Ha-‘Olam ha-Qat. an von Joseph Ibn Zaddiq, aus dem Arabischen übs. von Moses Ibn Tibbon, hebr. mit dt. Einleitung, 1854, 98 S
Hrsg. Peruš ha-pasuq ’Na‘aœäh ’adam bes. almenu’ von Schabbetai Donnolo, hebr., 1854, 32 S
Hrsg. Peruš ‘al Qåhäläth weŠir ha-Širim von Samuel b. Meir, hebr. mit dt. Einleitung, 1855, 16 + 64 S
Hrsg. des Peruš ha-Torah von Joseph Bechor Schor (Auszug), hebr., 1855
Hrsg. Perušim ‘al ’Äster, Ruth we’Echah, verschiedene mittelalterliche Kommentatoren, hebr., 1855, 64 S
Wirke im Kleinen: Zeitpredigt, 1855
Das Gotteshaus, unser Richter und unser Aufseher. Rede am ersten Jahrestag der Tempelweihe, 1856
Zwei Reden zur Schlußsteinlegung und zur Einweihung des neuen isr. Tempels in der Leopoldstadt, 1858
Trauungspredigt in Korneuburg, 1858
Marsilius ab Inghen, 1859
Israel’s Sprache, Predigt, 1859
Kohelet, Predigt, 1859
Die Lehre des Judenthums über Beziehungen des Juden zum Nichtjuden, Predigt, 1859
Der Krieg. Ansprache und Gebet am 25. Juni 1859, während des italienischen Krieges gehalten, 1859
Das Friedenswerk. Ansprache und Gebet. Aus Veranlassung des Gesetzes über die Besitzfähigkeit der Juden, Predigt, 1860
Trauungsrede in Krems, 1860
Der halbe Schekel, Predigt, 1860
Rede am Geburtstag Sr. Majestät Franz Josef I., 1860
Zwei Reden zur Schlußsteinlegung und zur Einweihung des neuen isr. Tempels in Wien, 1860
Glaubenseinheit und Glaubensfreiheit, Predigt, 1861
Das Judenthum unserer Zeit, Predigt. 1861
„Der jüdische Stamm. Mittheilungen aus einer ethnographischen Studie“, Die Neuzeit 1861, S. 104f, 115-117, 128f, 139-141, 165f, 179-181, 191-193; 1862, S. 20f
Die kleine isr. Bibel unserer Zeit, Predigt, 1861
Schir ha-Schirim, Predigt, 1861.; hebr. Übs. von Abraham Dov Gottlober, Lemberg 1861, 14 S
Trauungsrede in Linz, 1861
„Von dem Gebrauche der Hagada in der Predigt“, BCh 1862, S. 59-61
Rede zur Einweihung des isr. Tempels in Iglau, 1863 [Expl. JNUL 78-B-2540]
Festrede am 70. Geburtstage Sr. Ehrwürden des Predigers Herrn Isak Noah Mannheimer, Wien 1863
Hrsg. Nofäth S. ufim. R. Jehuda Messer Leon’s Rhetorik, mit dem Anhang XVIII Kelalim leva’er ma’amre ha-’Aggadah, 1863, 208 Bl
Aus der Wiener isr. Cultusgemeinde 5624. Sieben Zeit-Predigten, 1864
„Lessing am Seder-Abend des Passahfestes“, Neuzeit 1864, S. 220
Rede bei der Gedächtnißfeier für den verewigten Prediger Herrn Isak Noa Mannheimer, 1865
Ich schlafe, mein Herz aber ist wach! Festrede zur Erinnerung an den verewigten Pred. Hrn. I. N. Mannheimer, 1865
Salomon Munk, Professor am Collège de France, Vortrag, 1865
Der Talmud. Zwei Reden, 1865
Einleitung in die Thora. Fünf Reden, 1866
Das Weib in Israel. Drei Reden, 1866
Gedächtnissrede auf die im letzten Kriege gefallenen Soldaten isr. Religion, am 15. November 1866 gehalten, 1866
Rede am Sarge der seligen Frau Therese Brandeis, 1866
Gedächtnißrede auf die im letzten Kriege gefallenen Soldaten isr. Religion, Wien 1867; rühmt S. 6 „das brüderliche Zusammenkämpfen verschiedener Nationen und Religionen“ in den Armeen Österreichs
Gedächtnissrede auf den verewigten Herrn Salomon Munk, 1867
Das Gesetz Gottes außer der Thora. 5 Reden nebst einer Rede über die Cholera, 1867
Der jüdische Stamm. Ethnographische Studie, 1869
Gott, Welt und Mensch nach der Lehre des Judenthums, Bd. I: Schma Jisraël! Fünf Reden über das isr. Gottesbekenntniß, 1869; Bd. II: Bezêlem Elohim. Fünf Reden über die isr. Menschenlehre und Weltanschauung, 1871; hebr. Übs. der beiden Bände von Jesaja Gelbhaus u. d. T. ’Imre Šäfär. Derašoth mäh. qariyyoth und Mat. t. eh ’Aharon, Krakau 1883 und 1891, 53 + 32 S
Rede zur Feier des siebenzigsten Geburtstages des Herrn Josef Ritter von Wertheimer, Wien 1870
Gutachten ausländischer Rabbinen, S. 47f, gegen die ungarische Trennungsorthodoxie
Zeitstimmen. Reden, 2 Bde. 1870-71; davon wurden separat abgedruckt die Predigten Die drei Symbole des Passah-Festes, 1870; Die Vorarbeiten zur Gründung des Gottesreiches. Rede zur Erinnerung an Alexander von Humboldt, 1870; Eine alte Schutzrede für die Proselyten, 1871; Die Segnungen der Religion besonders in kriegerischen Zeiten, 1871; Über den eingetretenen Wendepunkt im religiösen Völkerleben, 1871; ein dritter Band erschien unter dem Titel Aus der Zeit. Tagesfragen und Tagesbegebenheiten, o. J
Lied und Rede zur Einweihung des Betsaales im israelitischen Blinden-Institut zu Wien, 1872
Die Psyche des Weibes, Vortrag, 1872
Das Waisenkind, Predigt, 1874
Abraham Firkowitsch, das religiöse Oberhaupt der Karäer. Ein Gedenkblatt (hebr.), 1875
Jede Zeit hat ihren Mann, und jeder Mann hat seine Zeit, Predigt, Wien 1876
Zur Feier des 50jährigen Jubiläums des isr. Tempels in der innern Stadt Wien. Zwei Reden, 1876 [Expl. JNUL 23-V-7177]
Qunt. resim, Bibliographien zur hebr. Literatur, hebr., Wien 1878-84, [I.] Qunt. res ha-Mazkir. Rešimath ha-sefarim ‘al ha-šemoth ba-Git. t. in. Bibliographie über die Namen der Juden, 1877, 26 S.; 2. Aufl. 1893; [II.] Qunt. res ha-Mefareš. Šemoth sifre ha-mefarešim ha-ri’šonim ha-meva’erim ’äth ha-Talmud, 1877, 18 S.; erweiterte Neuausgabe von Aron Freimann, Berlin 1914, 24 S.; New York 1946; [III.] Qunt. res ha-Kelalim. Rešimath ha-sefarim ha-medabberim me‘inyene ha-kelalim beŠaS, hebr. 1878, 32 S.; [IV.] Qunt. res ha-Maggid. Sofer umonäh kål ha-sefarim ‘al darche ha-’Aggadah weha-midrašim uchelalehäm. Hagadische Hermeneutik mit Midrasch-Commentar, bibliographisch dargestellt (hebr.), 1878, 36 S.; [V.] Qunt. res ha-RaMBaM. Rešimath ha-sefarim ha-kolelim be’urim ‘al ha-Mišneh Torah meha-RaMBaM, 1878, 32 S.; erweiterte Neuausgabe 1893; [VI.] Qunt. res TaRYaG. Monäh ha-sefarim weha-be’urim ‘al TaRYaG mis. woth. Die jüdische Literatur über die 613 Gesetze des Pentateuchs, bibliographisch dargestellt (hebr.), 1878, 48 S.; [VII.] Qunt. res ha-Mefatteah. . Monäh sifre ha-mafteh. oth la-Talmudim, Midraš, Tosäfta’ weSefär ha-Zohar. Bibliographie der Nominal-, Verbal- und Real-Indices zum babylon. und jerusalem. Talmud, zur Midrasch- und Sohar- Literatur (hebr.), mit Ergänzungen zu den früheren Qunt. resim, 1881, 36 S.; [VIII.] Qunt. res ha- Maspid. Mazkir šemoth ha-nispadim, zeman pet. iratham ušemoth ha-maspidim ušemoth ha-sefarim ’ašär bahäm nidpesu ha-häspedim, Berlin 1884, 48 S
Die hebräische Sprache, Predigt, 1878
Rede zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten, 1879
Qunt. res Wermayiza’ uqehal Wina’. Hazqarath nešamoth ha-qedošim ha-nähäragim biqehilloth ’ellu, hebr., 1880, 22 S
Franzosen über Juden, 1880
Der jüdische Stamm in nichtjüdischen Sprichwörtern, Heft I: Französische, polnische und deutsche Sprichwörter, 1881, 21886; Heft II: Spanische, ungarische und kleindeutsche Sprichwörter, 1882; Heft III: Italienische, rumänische und slavische Sprichwörter, 1885
Qunt. res ha-Meqonen. Hazkarath šemoth ha-nähäragim bišenath 5109, weha-niœrafim biqehilloth Qolonyah weDayis. we’anše ha-h. äsäd biqehilloth ’ellu mi-šenath 5341 ‘ad 5544. Märtyrer- und Memorbuch, enthält I. Verzeichniss der Märtyrergemeinden aus den Jahren 1096 u. 1349 und II. Das alte Memorbuch der Deutzer Gemeinde (hebr.), 1881, 80 S
Rede auf Veranlassung der beim Theaterbrande in der Nacht des 8. Dezember 1881 Verunglückten, Wien 1881
Im Vaterhause Lord Beaconfield’s, 1881
Der Talmudjude. Reden, enthält I. Womit beginnt und womit schließt der Talmud? und II. Die Lebensfülle des Talmud, 1882
Rede zur Feier des sechshundertjährigen Habsburg-Jubiläums, 1883
Rede am Grabe des Herrn Max Ritter von Pfeiffer, 1886
Aus der Zeit. Tagesfragen und Tagesbegebenheiten, 2. Serie, Budapest 1886
Gedenkrede auf Hrn. Josef Ritter von Wertheimer, 1887
Das 40. Passahfest unter der Regierung Sr. Majestät Franz Josef I., 1888
Rede auf den durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzog Rudolf, Wien 1890
Weih- und Festrede in dem ... neuerbauten Mädchenwaisernhause, 1892. Werkausgaben. Predigten, 3 Bde. mit 68 Predigten, Wien 1862-66
Reden bei verschiedenen Gelegenheiten, 1874
Lichtstrahlen aus den Reden A. J.s, hrsg. Adolf Kurrein, Wien 1891 (mit Bildnis), hebr. Peninim mi-derašoth, übs. Abraham Dov Gottlober, Wilna 1906, 118 S.; 2. Aufl. 1930
Die letzten Reden des verklärten Predigers Dr. Adolf Jellinek, hrsg. von David Löwy, Wien 1894, 53 S. (mit Bildnis).
Epigraphik
Ehrengrab in der Zeremonienallee des Wiener Zentralfriedhofs, Tor 1, Grabstelle 5b-1-2; Steines, Hunderttausend Steine, S. 114-116.
Bildmaterialien
Bildnis als Beilage zu Die Neuzeit 1891 Nr. 27 vom 3. Juli 1891; reproduziert im LBIYB 6 (1961), S. 24/25; auch JNUL Jerusalem, Schwadron Collection
Porträtbüste von O. Cassin (April 1893).
Literatur
I. M. Jost, A. J. und die Kabbalah, Leipzig 1852
Bericht über die Leipziger Synagogeneinweihung, 1855 (Druck, Expl. in CAHJP Jerusalem, D/Le1, Nr. 18)
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1382-1384
Allgemeine Illustrirte Judenzeitung, 1860, S. 62: Der Wiener Kultus verbinde auf beispiellose Weise „die Macht der Rede und die Macht des Gesanges; die Erstere verkörpert in dem vom Feuer eines Jesaja durchglühten Prediger Herrn Dr. Jellinek, die Letztere verkörpert in dem herrlichen, in seiner Art wohl unübertroffenen Sänger Herrn Professor Sulzer“
Dem Hrsg. der Neuzeit 1864, S. 78, scheint es, daß „Dr. Jellinek die Glorifizierung der Intelligenz, die Vertretung der geistigen Macht gegenüber dem leeren Geldstolze zu seiner Lebensaufgabe gemacht zu haben scheint“
M. Ehrentheil, Jüdische Charakterbilder, 1867, S. 107-126
Isaak Gastfreund, Toledoth Yä‘linä‘q, Brody 1878, 32 S
Bibliographie bei Lippe 1879/81, S. 202-211
Joel Müller, Dr. Adolf Jellinek-Gedenkblatt, Wien 1882
Friedländer, Rabbinische Autoritäten Prags, S. 58, über Jellineks Förderung von Rabbinatsstudenten in den 1850er Jahren
Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 81f
„Erinnerungen an Frau Rosalia Jellinek. Von einer Katholikin“, Neuzeit 1892, S. 335f
Stephen S. Wise, „’Allon Bachuth Dr. Adolf Jellinek, Chief Rabbi of the Vienna Congregation“, Menorah, Febr. 1894, mit Bildnis. „Jellinek’s wit [...] was one of the most pleasant and entertaining phases of his many sidedness. [...] Humour constituted one of his most powerful ressources and effective weapons“
N. Porges, Gedächtnissrede auf dem verewigten Dr. Adolf Jellinek, Leipzig, 1894
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 765, 771, 813-820, 844, 859f, 856, 867f, 893, 897: „Die meisten seiner in Leipzig gehaltenen und im Druck erschienenen Predigten mit den zuweilen eingestreuten kleinen Versen reihen sich noch an die Salomon’sche Predigtmanier und unterscheiden sich wesentlich von den in Wien gehaltenen, welche sich durch geistvolle Behandlung der Haggada [sic] auszeichnen [...] Von vielen früheren jüdischen Predigern zeichnete er sich dadurch aus, dass er die Fragen der Gegenwart, die grossen Probleme und Erscheinungen in der geistigen Tiefe der civilisirten Welt, des Völkerlebens, der Religion und der Wissenschaft, oft mit Witz und Humor, behandelte und vom Lichte der religiösen Erkenntniss durchdringen liess“ (813f)
JE VI 92, mit Bildnis
Frankl-Grün, Ungarisch-Brod, S. 51-55
Tietze, Wien, S. 215, 217, 219ff, 223ff, 247f
JL III 173f
B. Kopal, Das Slawentum und der deutsche Geist, Jena 1914, S. 136, über seine tschechischen Vorfahren
JL III 173f, mit Bildnis
EJ dt. VIII 1071-1073
Wachstein, Hebr. Publizistik, Bd. I, S. 92-94, 161-65, 320, 473
Moses Rosenmann, Dr. A. J., sein Leben und Schaffen. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der israelitischen Kultusgemeinde Wien in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, Wien 1931, 232 S
M. G. Mehrer, „Drei Briefe Adolf Jellineks“, Zeitschrift für die Gesch. der Juden in der Čech. Rep. 3 (1932/33), S. 143-151
George Alexander Kohut, „Jellinek and America“, PAJHS 33 (1944), S. 237-249
Kisch, Alexander Kisch, S. 23
’Äns. iqlopädyah ‘ivrith XIX 882-884
EJ eng. IX 1337f, mit Bildnis
1000 Jahre österreichisches Judentum, Eisenstadt 1982, S. 119
“Heilige Gemeinde Wien“ - Judentum in Wien. Sammlung Max Berger, Histor. Museum Wien 1988, S. 193f
Meyer, Response to Modernity, S. 192f: „At heart he was above all a public speaker - indeed widely believed to be the finest exemplar of Jewish homiletics in the nineteenth century. In contrast to the early style of Reform preaching, Jellinek did not dwell on general moral truths but on the specific teachings of Judaism“
Battenberg, Bd. II, S. 171, 212
Fiedler, Jewish Sights, S. 190
Über seinen Bruder siehe Wolfgang Häusler, „Hermann Jellinek im Vormärz. Seine Entwicklung zum revolutionären Demokraten“, in Heinrich Fichtenau und Erich Zöllner (Hrsg.), Beiträge zur neueren Geschichte Österreichs, Wien 1974, S. 345-352
Über seinen Sohn siehe Martin J. Sattler, „Georg Jellinek (1851-1911). Ein Leben für das öffentliche Recht“, in Helmut Heinrichs (Hrsg.), Deutsche Juristen jüdischer Herkunft, München 1993, S. 355-368
Wlaschek, Bohemia, S. 93
Klaus Kempter, „A. J. und die jüdische Emanzipation. Der Prediger der Leipziger jüdischen Gemeinde und die Revolution 1848/49“, Aschkenas 8,1 (1998), S. 179-191
Klaus Kempter, Die Jellineks 1820-1955. Eine familienbiographische Studie zum deutschjüdischen Bildungsbürgertum, Düsseldorf 1998; hier die variierenden Angaben über J.s Geburtsdatum: nach der Geburtsmatrik 29. Okt. 1820 (EJ dt: 20. Okt.), nach eigener Angabe 21. Siwan 5581, d. i. 26. Juni 1821
DBE V 317
Brämer, Rabbiner und Vorstand, Reg
HÖAAJH, Bd. II, Nr. 4616
Wilke, Den Talmud und den Kant, S. 244, 422, 534f, 581, 590, 592, 598, 606f.