Gest. 1881 in Jelenia Góra (Hirschberg), Niederschlesien
Sohn des Rb. Heymann J., Studien beim Vater in Skwierzyna (Schwerin a. W.), 4. Mai 1842 imm. Berlin und Triennium, 1850-1855 Prediger und Religionslehrer in Düsseldorf, Heirat mit Julia Gottschalk
1856 Rb. in Stadthagen im Fsm. Schaumburg-Lippe, 5. Mai 1858 Einweihung der dortigen Synagoge
ca. 1860/62 Rb. in Jelenia Góra.
Dokumente
CJA Berlin, 75 A Sta 2 Nr. 56, Bewerbung in Stargard Szecziñski (Stargard in Pommern) vom 23. Okt. 1857. Er habe die Stelle in Düsseldorf gekündigt, „weil meine gemäßigt reformatorische Richtung mit der dort dominirenden ultraorthodoxen öfter collidirte.“- StA Marburg (Mitteilung von Herrn Dr. Gottfried Mehnert), vom 3. Febr. 1860: Anfrage aus Stadthagen wg. Promotion.
Publikationen
Das Prinzip der Patriarchen als Religionsquelle des Judenthums, Christenthums und Islams, Düsseldorf 1857
Predigt zur Synagogeneinweihung in Stadthagen, Hannover 1858
Israels Sendung. Predigt bei der Gedächtnißfeier für den hochsel. König Friedrich Wilhelm IV., gehalten in der Synagoge zu Hirschberg, Jelenia Góra 1862
H. azon la-Mo‘ed [Hab. 2,3]. Fest- Predigten für die hohen Feiertage des Jahres, Jelenia Góra 1863-66 (AZJ 1865, S. 548; 1866, S. 530); 2. Aufl. 1872, 202 S.
Literatur
AZJ 1864, S. 691, Festpredigt zum 25jährigen Bestehen der Synagogengemeinde in Jelenia Góra
AZJ 1866, S. 587, Empfang beim durchreisenden Kronprinzen
Lippe 1879/81, S. 211
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 821
Suchy, „Düsseldorfer Rabbiner“, S. 51f, betrachtet ihn als Reformer, bemerkt seine Gründung eines gemischten Synagogenchors.