BHR Biographisches Portal der Rabbiner

JOSUA, Levi (hebr. Arje-Leibusch b. Jakob-Josua), gen. Pene ’Aryeh

  • Geb. 1715 in „Lisk“, d. i. wohl Lesko (Linsk), Galizien,
  • Gest. 6. März 1789 in Hannover
  • Sohn des späteren Frankfurter Oberrb. Jakob-Josua Falk gen. Pene Yehošua‘, Schüler des Hirschel Charif in Halberstadt
  • schon als Kind verheiratet mit Rachel Heilprin (st. 1775), Tochter des Rb. Jechiel-Michel H. aus Berezhany (Brze¿any), später Offenbach. Um 1739 Rb. in der Lemberger Vorstadt Svirzh (Swierdz)
  • noch zu Lebzeiten seines Vaters 1745 zum Leiter der Frankfurter Jeschiwa berufen, 1750 Rb. in Sokal (Skohl), Ostgalizien, Mitunterzeichner des Banns von Brody gegen die Frankisten (1757). 1761 Landesrb. in Hannover. Zweite Ehe mit Edel Teomim-Fränkel (st. 1798), Tochter des Rb. Hayum-Jona T.-F. in Breslau. Er korrespondierte insbesondere mit dem Klever Oberrb. Israel Lipschütz. Durch seinen Sohn Issaschar-Berisch (Behrend Josua) wurde er zum Ahnherrn der norddeutsch-niederländischen Rabbinerdynastie Berenstein.

Manuskripte

  • Talmud- und Bibelerklärungen, Kasustik und Responsen in der Bibliotheca Rosenthaliana in Amsterdam.

Publikationen

  • Hrsg. des vierten Teils der Pene Yehošua‘ seines Vaters mit einem eigenen Werk Pene ’Aryeh zum Talmudtraktat Baba’ Qamma’, Fürth 1780, 81 fol., mit Anmerkungen des Fürther Dajan Löb Friedburg (Löwenstein, „Fürth“, III, S. 68, Nr. 279); nachgedruckt Lemberg 1815, Sudilkov 1834, Lemberg 1860, Wilna 1898 u. ö
  • Responsen an die Rabbiner in Kleve und Mainz (1746, 1748) in Isr. Lipschitz, ’Or Yiœra’el Nr. 57-59
  • Vierzehn Approbationen aus Glogau (1750), Berlin (1761) und Hannover (1762-1788); bei Löwenstein, Index, S. 15.

Epigraphik

  • Grabinschriften in Hannover (Steine Nr. 262, 261, 258) für ihn und seine beiden Ehefrauen sowie Eintrag im Memorbuch der Begräbnisbrüderschaft: Texte bei Gronemann, Genealogische Studien, Bd. II, S. 46f, und bei Zinz, ‘At. ärät Yehošua‘, S. 37f. Die Grabinschrift schreibt seine Lehrtätigkeit im wesentlichen den Frankfurter Jugendjahren zu; hirbis. torah bechammah qehilloth uveyoter biQ. Q. Fra’nqfurt. deMayin.

Literatur

  • Azulai, Šem ha-Gedolim, Ausg. Jrs. 1994, S. 340
  • Nachruf von E. Fleckeles in dessen ‘Olath H. odäš
  • Dembitzer, Kelillath Yofi, Bd. I, S. 144
  • Landshuth, ’Anše Šem, S. 31
  • Buber No. 97
  • JE II 159
  • Gronemann, Genealogische Studien, Bd. I, S. 61-64; Bd. II, S. 46, danach war er aus Lemberg gebürtig
  • EJ dt. III 349
  • Zinz, ‘At. ärät Yehošua‘, S. 35-38
  • Hallah. mi, H. achme Yiœra’el, S. 167f
  • Asaria, Niedersachsen, S. 39
  • Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), S. 107, Nr. 1054
  • Schulze, „Hannover“, 1998, S. 55.