Postumer Sohn des Salman K., väterlicherseits Enkel von Rb. Eleasar in Mattersburg (Mattersdorf)
erzogen vom Vater seiner Mutter Chava, dem Eisenstädter Oberrb. Meier b. Isaak gen. Panim Me’iroth. Mit 18 J. verheiratet mit Rachel Margulies (st. 1804 in Deutschkreuz, Burgenland), Tochter des Arje-Löb M. in Brčst (Brest-Litovsk, Brisk), Weißrußland, studiert im Haus seiner Schwiegervaters und trifft dort Lion Asser Günsberg gen. Ša’agath ’Aryeh
reist wie dieser durch Europa bis nach Amsterdam, nach seiner Rückkehr Rb. in Zabłudów bei Białystok, 1766 Talmudlehrer im Haus von Moses b. Isaak Levi in Berlin. Unter Ablehnung einer Berufung nach Dessau wird er 1768 Rb. und Jeschiwaleiter in Rechnitz im Burgenland, 1775/76 reist er zum Druck seines Werkes nach Frankfurt/Oder, von einem geplanten Besuch bei Mendelssohn in Berlin sieht er kurzfristig ab
1781 Rb. in Kolín. Leiter einer großen Jeschiwa
u. a. Lehrer von Bezalel Ronsburg. Er predigt gelegentlich auch in der Prager Altneuschul
galt nach dem Tod von Ez. Landau als bedeutendste rb. Autorität Böhmens. Seine Schwiegersöhne waren die Rb. David Josua Horwitz und Moses Michl Glogau.
Manuskripte
¯IH Warschau 732 Deruschim und Talmudauslegungen, 6 Bl. [IMHM 30.537]
ŽM Prag, Ms. 341, Bl. 32r, Mitschriften aus seinem Unterricht.
Publikationen
Hrsg. des Pentateuchkommentars seines Großvaters Meir Eisenstadt Kåthnoth ’Or mit eigenen Bemerkungen ’Or h. adaš, Fürth 1766, 94 Bl.; Warschau 1891; 1901
’Or h. adaš Teil II zu Pesah. in, Fft./O. 1776, 124 Bl.; Prag 1781; Sudilkov 1835; Józefów 1858; Warschau ca. 1860; Warschau 1884; New York 1959; Jerusalem 1964; New York 1966; Jerusalem 1989
H. awwath Ya’ir h. adaš, enthält Homilien und Gedenkreden, Prag 1792, 138 Bl., mancher Vortrag habe bis zu vier Stunden gedauert (Bl. 30); Warschau 1909; 1929; Tel Aviv 1965; Jerusalem 1987
’Or h. adaš Teil III zu Qiddušin, Wien 1799; Stettin 1859; Lemberg 1898; New York 1962; Jerusalem 1970; New York 1980; Jerusalem 1993
H. äqär Halachah, Responsen, hrsg. von seinem Sohn Alex. Süßk. Kalir und seinem Urenkel Lasar Horwitz, Wien 1838, 84 Bl.; Mukachevo (Munkács) 1898; Jerusalem 1970
H. awwath Ya’ir zum Pentateuch, mit Malbims Sefär ’Äräs. H. ämdah Warschau 1882; Wilna 1899
Einer der wichtigsten halachischen Korrespondenten von Ezechiel Landau, siehe dessen Noda‘ bIhudah, I, OH 15, 18; YD 2; EE 70, 83; HM 8, 14; II, OH 47, 51, 63 (aus Rechnitz), 82, 120; YD 14, 32, 34, 35, 59, 113; EE 1, 14, 48, 74, 107, 122, 139, 154; HM 7 (aus Rechnitz); K. wird außerdem zitiert in I, OH 19; II, YD 51, 67, 170; EE 105
Hamáčková, „Cimétière juif à Kolín“, S. 116, 118, mit Text der Grabinschrift auf dem alten jüd. Friedhof in Kolín. Über das Grab seiner Frau Spitzer, Deutschkreuz, S. 93.
Literatur
Nachruf von Moses Sofer, Derašoth, Bd. II (Ausg. 1929), Nr. 373
Steinschneider, Bodleiana, col. 913
Leop. Löw in Ben-Chananja VI, Sp. 420 Anm
Fuenn, Kenäsäth Yiœra’el, S. 142
Michael, ’Or ha-H. ayyim, S. 491
Adolf Löwinger, R. Eleazar Kalir nyelvezete, Budapest 1896
Friedberg, Käthär kehunnah, S. 24f Anm
Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 194
JE VII 423f, Todesjahr 1805
Stein, ’Ävän ha-Me’ir, Nr. 126
Greenwald, Yehudim be’Ungaryah, S. 40, Nr. 20
Schwartz, Šem ha-Gedolim me’Äräs. Hagar, Bd. I, S. 29
Wachstein, Grabschriften Eisenstadt, S. 81-83
Wininger III 381, Lebensdaten 1741-1805
EJ dt. IX 829 und X 218
Yekutiel Yehuda Greenwald, Lifne šete me’oth šanah, ’o toledoth ha-Rav ’Äl‘azar Qallir uzemano, New York 1952, 69 S