Geb. 25. Aug. 1827 in Grodzisk (Grätz), Prov. Posen,
Gest. 17. Febr. 1893 in Frankfurt/Oder
Sohn des Lehrers Marcus L. und der Malcha „e gente sacerdotum“, talmudische Studien, 1843 nach Glogau zum evangel. Gymn. für fünf Jahre, 26. Juni 1848 imm. Breslau, Triennium und paralleles Talmudstudium, 3. Juli 1851 Abgang von der Universität, zwei Jahre lang Hauslehrer bei Ludwig Sachs in Dobrodzieñ (Guttentag), Oberschlesien
20. Juni 1854 prom. Jena
1854-1855 Hörer am Jüdisch-theologischen Seminar in Breslau
Lehrer an der I. Religionsschule der jüdischen Gemeinde zu Berlin, 1857 Prediger und Religionslehrer in Grudziądz (Graudenz), Prov. Westpreußen, Bewerber um das Rt. in Elbląg (Elbing, 1860)
19. Jan. 1862 Rb. in Frankfurt/O. Schwager von Dr. Hermann Bärwald (1828-1907), dem Rektor des Philanthropin in Frankfurt/M.
Dissertation
Emendationum Platonicarum specimen, Diss. Jena 1854, 27 S.
Dokumente
AU Wrocław, F 457, Studentenregister, „Meyer Löwenmeyer“
UA Jena, M 341, fol. 55- 64, 88, 91, Promotionsakten und Dissertation; Vita (fol. 59) mit Geburtsdatum „anno hujus saeculi XXVII, die III mensis Sextilis“.
Publikationen
„Mehrere Abhandlungen und Predigten“, laut Brann, Jüd.-theol. Seminar, S. 181 (hier als Geburtsjahr 1823), darunter „Jochanan ben Napcha“, MGWJ IV, S. 285ff, 321ff.
Literatur
AZJ 1859, S. 578, Spende für Bibelanstalt
AZJ 1862, S. 54, Berufung nach Frankfurt/Oder
AZJ 1862, S. 304f, seine neu eröffnete Gemeinde-Religionsschule wird seit Beginn des Jahres von 80 Schülern besucht
AZJ 1862, S. 572, Gast bei einer Goldenen Hochzeit
AZJ 1863, S. 504, Spenden für die Rießer-Stiftung
AZJ 1864, S. 691, über seine Synagogeneinweihung in Sulêcin (Zielenzig), Ostbrandenburg
AZJ 1867, S. 712, wieder Ansprache zu Goldener Hochzeit
Lippe 1879/81, S. 299
Kohler, „Reminiscences of my early life“, S. 477
Neufeld, Elbing, S. 37
Armand Kaminka, Der Verein Miš’änäth le’en ’onim in Frankfurt an der Oder. Gedenkblatt ... am 18. März 1893, S. 16 (Vorwort datiert 15. März 1893), gedenkt L. als „des vor wenigen Wochen hingeschiedenen Ehrenmitgliedes ..., der über 30 Jahre dem Vereine angehört hatte, und dem es leider nicht vergönnt war, an der frohen Jubelfeier theilzunehmen.“