Gest. 1883 in Černovice u Tábora (Czernowitz), Südböhmen
Talmudische Ausbildung mit allgemein wissenschaftlichen Privatstudien, Lehrerprüfung 1827 bei der Hauptschuldirektion in Kutná Hora (Kuttenberg), sodann bei Herz Homberg an der jüd. Hauptschule in Prag. Rabbinatsdiplome des Prager Oberrb. Samuel Landau über alle 4 T. urim und von Rb. Daniel Frank in Kolín
weitere Zeugnisse des Kauerzimer Kreisrb. Lazar Karpeles, seines Nachfolgers S. Winter sowie des Berauner Kreisrb. Löb Glogau. 20. Juli 1835 bestätigt als Lokalrb. in Nová Cerekev (Neuzerekwe), Südböhmen. Später Rb. in „Heskowitz“, dann Kreisrb. in Wiœnica und Bochnia in Westgalizien, um 1851 Substitut des Kauerzimer Kreisrb. mit Sitz in Karlín (Karolinenthal) bei Prag. Später Rb. in seiner Heimat Černovice.
Dokumente
ÖStA/AVAWien, Alter Kultus, Israelitischer Kultus, Karton 4, vom 28. Nov. 1838: „Uebersicht der [...] in Böhmen angestellten Lokal-Rabiner“
CAHJP Jerusalem, AHW 543b, Fasc. I, S. 222; II, S. 13-23, mit Bewerbung in Hamburg 1851. Er habe „viele charifoth, magidoth Deraschoth nach dem alten jüd. Ritus, so auch deutsche Reeden dem Zeitgeiste gemäß“ gehalten.
Epigraphik
Todesdatum nach der Grabinschrift auf dem jüd. Friedhof in Černovice.
Literatur
Lt. Schimmer (1873) hatte das Taborer Kreisrt. seinen Sitz in „Cernovic“, wo 262 Juden lebten; andere Quellen nennen aber als Nachfolger des Kreisrb. Jakob Mahler (st. 1867) den Taborer Rb. Guttmann Klemperer (st. 1884)
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 99.