SOFER, Moses, auch M. SCHREIBER, postum gen. H. atham-Sofer
Geb. 24. Sept. 1762 in Frankfurt/M.,
Gest. 3. Okt. 1839 in Preßburg
Sohn des Frankfurter rb. Gelehrten Samuel b. Moses S. und der Reisel Schotten, einer Tochter des hessisch-darmstädtischen Landesrb. Samuel Sch.
in Frankfurt/M. Schüler bei Klausrb. Mendel Lilg, 1776 zur Mainzer Jeschiwa des Michel Scheuer, 1778 Rückkehr nach Frankfurt zu Studien bei Oberrb. Pinchas Horwitz und bei dem Mystiker Nathan Adler, den er 1782 nach Boskovice (Boskowitz) in Mähren begleitet. Studiert dort an der Jeschiwa des Privatgelehrten Samuel Kolin. Als Adler Boskovice verläßt, begleitet S. ihn 1783 nach Wien, trennt sich 1785 in Fürth von ihm und reist nach Mähren zurück. In Brünn verlobt er sich am 31. Mai 1785 mit Sara Jerwitz (st. 1812), der verwaisten und bereits verwitweten Tochter des Rb. Moses J. aus Prostìjov (Proßnitz)
mit seiner Braut, die er Frühjahr 1787 ehelicht, lebt er bei seinem wohlhabenden Schwager Hirsch J. in Prostìjov, studiert bei dem dortigen Rb. Wolf Boskowitz und sammelt selbst Talmudjünger um sich. Nach geschäftlichen Mißerfolgen des Schwagers muß er ein Rt. anehmen. Er wird am 29. Aug. 1794 zum Rb. in Strážnice (Straßnitz) gewählt
seine Wahl zum Rb. in Prostìjov 1796 wird vom Gemeindevorstand revidiert, 1798 Rb. in Mattersburg (Mattersdorf) im Burgenland, Herbst 1806 Oberrb. in Preßburg mit einem Gehalt von 4000 fl.
Leiter der mit ca. 300 Schülern größten Jeschiwa Mitteleuropas. Während der napoleonischen Besetzung Preßburgs von 1809 suchte er zeitweise im nahen Svätý Jur (St. Georgen) Zuflucht. 29. Okt. 1812 zweite Ehe mit Sorel Eger (1786-1832), der verwitweten Tochter des Posener Oberrb. Akiba E., nach deren Tod er noch eine dritte Ehe mit der Witwe des Rb. Zwi-Hirsch Heller von Buda (Alt-Ofen) schließt. 1819 trägt er zu den ’Eläh divre haberith bei. Als höchste orthodoxe Autorität seiner Zeit trat S. in schroffe Gegnerschaft zum Studium profaner Wissenschaften und zur mendelssohnischen Reform im Allgemeinen. Seit dem ungarischen Schisma von 1869 wurde S. zum Vordenker und zur Symbolfigur der gesetzestreuen Trennungsgemeinden und ist beides auch für die heutige sog. „Ultraorthodoxie“ geblieben. „Wenn er sagte, daß man sich von den Profanen absondern und aus der Gemeinschaft der Gesetzesübertreter austreten müsse, hat der H. atham-Sofer keineswegs etwas neues gelehrt. Durchaus neu ist aber seine Lehre [...] daß man sich zu den nichtreligiösen Juden unserer Zeit wie zu Nichtjuden zu verhalten habe“ (Moshe Sternbuch, „Torath ha-hithbaddeluth hi’ thorath ’ämäth“, in Kinnus hä-H. atham Sofer, 1989, S. 44). Von seinen sieben Kindern wurde Simon S. (1820-1883) Oberrb. in Krakau, während das Preßburger Oberrt. auf den ältesten Sohn Abraham-Samuel-Benjamin- Wolf S. gen. Kethav Sofer (1815-1871), den Enkel Simcha-Bunem S. (1842-1906) und den Urenkel Akiva S. (1878-1959) überging.
Manuskripte
Um die Herausgabe des Nachlasses bemüht sich heute eine besondere Vereinigung in Jerusalem und Brooklyn, das Machon leHos. a’ath Sefarim weH. äqär Kithve Yad ‘al Šem hä-H. atham Sofer.
Publikationen
Werkbibliographien siehe bei Sal. Sofer in Ha-Ma‘yan 21, 1954; bei Avraham Shisha, Hä‘aroth bibliografyoth lesifre hä-H. atham Sofer, 1969; und Abraham N. Z. Roth, „Sifre Maran hä-H. ath[am] S[ofer] Z. L. šä-hofi‘u ‘ad henah bidefus“, Udim 14-15 (1990), S. 7-10. - (Dezisoren-Auslegungen) H. atham Sofer Kommentar zu Sal. Ganzfried, Qäsäth ha-Sofer [Ez. 9,2] über die Schreibvorschriften für Torarollen, Buda 1835, 34 Bl.; Zhovkva (¯ó³kiew) 1841; Königsberg 1859; Warschau 1860, etc. Da S. zu Lebzeiten nichts publizieren wollte, wurde der Titel dieser seiner einzigen Veröffentlichung allen postum herausgebenen Werken zugelegt, im 20. Jahrhundert auch dem Autor selbst
’Orh. oth H. ayyim, zu OH, hrsg. Juda Arje Levinger, Wien 1868
Haggahoth weh. iddušim, zum YD, Lemberg 1889. - (Responden) ŠUTh H. atham Sofer, Responsen, 6 Bde., Bd. I zu YD, Preßburg 1841, 159 Bl.; Bd. II zu OH, 1855, 80 Bl.; Bd. III zu EE 1. Teil, 1858, 98 Bl.; Bd. IV zu EE 2. Teil, 1859, 88 Bl.; Bd. V zu HM, 1862, 82 Bl.; Bd. VI Ergänzungsband,1864, 36 Bl.; Gesamtausgabe Wien 1882-1897, 80 + 145 + 81 + 95 + 86 + 62 Bl; Bd. VII Ergänzungsband, hrsg. Simon Sofer, Mukachevo (Munkács) 1912, 42 + 119 Bl. Zahlreiche Nachdrucke
„Šete tešuvoth h. adašoth leba‘al hä-H. atham Sofer“, Moriyyah XII (1979/80), Heft 1-2, S. 38-40. - (Talmudauslegungen) Zu Ševu‘oth in der Ausg. der H. idduše Yosef ’Ibn Megaœ, Prag 1826; Warschau 1864
Zu Sukkah und ‘Avodah Zarah, im Anhang zu Bd. VI der Responsen, Preßburg 1864, 24 Bl
H. idduše H. atham Sofer, zu Nedarim, Warschau 1888, 25 Bl.; 1902; Jerusalem 1947; Brooklyn 1956
Zu Šabbath, hrsg. Simon Sofer, Wien 1889, 41 Bl.; 2 Bde. Jerusalem 1981- 1982
Zu Ketubboth und Teilen von Baba’ Mes. i‘a’, hrsg. M. E. Meisels, Piotrków 1903, 46 Bl.; New York 1950; Neuausgabe zu Ketubboth, mit zwei neuen Responsen, hrsg. Abr. Henoch Friedmann, Szatmár 1908, 50 Bl.; photomech. Nachdruck beider Ketubboth-Ausgg. in einem Band Jerusalem 1971
Zu Tamid in Beth ha-Beh. irah, hrsg. Abr. Sofer, Wien 1937, S. 171-181, Neuausg. 1960, 1969
Diverse Problemata, in Isaak Zwi Bernfeld, Sefär RaS. BaŠI, Jerusalem 1946, S. 121-141
Zu Bes. ah, nach anderer Mitschrift, hrsg. Jeschiwa „Šävät. Sofer“, New York 1947, 128 S. und Jerusalem 1968
Diverse Problemata, hrsg. Abr. Sofer, Jerusalem 1947, 136 S
Photomechanisch kompilierte Gesamtausgabe, Bd. I zu Mo‘ed, New York 1954; Bd. III zu Neziqin, hrsg. Moses Stern, Brooklyn 1957 Bd. IV zu Qådašim und Niddah, hrsg. Josef Naftali Stern, New York 1957
Problemata zu YD, hrsg. Israel Stern, London 1955
Zu Baba’ Qamma’, hrsg. von „Ha- Mechon lehos. a’ath sefarim weh. äqär kitve yad ‘al šem hä-H. atham Sofer“, Jerusalem 1959, 118 S
Zu Baba’ Mes. i‘a’, hrsg. ebd., 2 Bde. Jerusalem 1961-63
Sammelband Šaloš Šit. t. oth, hrsg. ebd., 1961, 74 S
H. idduše H. atham Sofer ‘al sugyoth šonoth baŠaS, hrsg. v. Israel Stern, 2 Bde. London 1961 und 1991
Zu Yoma’, hrsg. „Mechon ... hä-H. atham Sofer“, Jerusalem 1968, 129 S
Zu Ro’š ha-Šanah, hrsg. ebd., 1968, 101 S
H. ameš Šit. t. oth, fünf Problemata, hrsg. ebd., 1969, 75 S
Diverse Problemata, hrsg. Joseph Naphtali Stern, Jerusalem 1969, 261 S
Gesamtausgabe H. idduše H. atham Sofer, 4 Bde. Jerusalem 1970-1975; Bd. I zu Šabbath und ausgewählten Problemata, Bes. ah und Pesah. in, [auch Megillah und Sukkah]; Bd. II zu Ketubboth, Git. t. in und Nedarim; Bd. III zu Baba’ Bathra’, Ševu‘oth und ‘Avodah Zarah; Bd. IV zu H. ullin und Niddah; Bd. V zu Berachoth, Zevah. im, Menah. oth, Bechoroth, ‘Arachin, Temurah, Me‘ilah, Kerithoth und Tamid; verschiedene photomech. Nachdrucke u. d. T. H. idduše H. atham Sofer ha-šalem ‘al ha-ŠaS
Zu Sukkah, hrsg. „Mechon ... hä-H. atham Sofer“, 1974, 128 S
H. iddušim uve’urim ‘al ha-mis. woth / Kelalim besugyot ha-ŠaS, hrsg. ebd., 1975, 290 S
Zu Baba’ Bathra’, Teil I, hrsg. „Mechon ... hä-H. atham Sofer“, 1977, 163 S
Zu Megillah, hrsg. ebd., 1978, 192 S
Zu Qiddušin, hrsg. ebd., 1980
Zichron Maran H. atham Sofer uveth midrašo, diverse talmudische und aggadische Problemata aus seiner Schule, mit Anhang Ševive ’Eš. Še’eloth utešuvoth, berure ‘inyanim wehä‘aroth bemišnatho ha-t. ehorah šäl maran hä-H. ath[am] S[ofer], hrsg. Shmuel Eliezer Stern, Bene-Brak 1992. - (Bibel/Homiletik) Torath Mošäh, Auslegungen und Homilien zum Pentateuch, hrsg. Simon Sofer, Bd. I Genesis, Preßburg 1879, 2. Aufl. Jerusalem 1904; Bd. II Exodus, 1881, 93 S.; Bd. III-V Leviticus bis Deuteronomium, 1893, 206 Bl.; Gesamtausg. Wien 1906, 93 + 149 + 49 + 83 Bl.; Nachdrucke; auch als Sefär MaHaRaM Sofer, Preßburg 1928; Neuausgabe nach den Handschriften unter dem Titel H. idduše H. atham Sofer ‘al ha-Torah, Jerusalem 1992ff
Weitere Auslegungen zu Exodus in Israel David Margolies-Jaffe, Yafeah. la-Qes. , Paks 1888
Derašoth H. atham Sofer, Homilien nach den Wochenabschnitten, Bd. I-II Cluj (Klausenburg) 1928, 426 Bl.; Bd. III Jerusalem 1959, 148 Bl.; erweiterte Ausg. von Joseph Naphtali Stern, 2 Bde. New York 1961, 214 + 209 Bl.; Jerusalem 1974
Be’urim ‘al ha-Torah, Mihalovce 1939, 64 Bl
Hä-H. atham Sofer ‘al ha-Torah, hrsg. Joseph Naphtali Stern, Bd. I-II Genesis und Exodus, Jerusalem 1958, 300 + 204 Bl.; Bd. III Leviticus, 1959, 184 Bl.; Bd. IV Numeri, 1960, 204 Bl.; Bd. V Deuteronomium, 1965
H. idduše H. atham Sofer ‘al Megillath Ruth, Jerusalem 1989. - (Verschiedenes) Gutachten in David Caro, Neqam Berith, S. 50-54, 60-68
Petih. ah in den H. idduše ha-RaMBaN zu Qiddušin, Prag 1826
S. awa’ath Mošäh, eth. Testament, Wien o. J.; 1863, 26 Bl., zahlreiche Nachdrucke
Kommentar zur Birkath H. ammah, Segensspruch über die Sonne, Wien 1841; in Yizrah. ’Or von David Meldola, Preßburg 1869
Kommentar zur Pessach-Haggada in der Ausgabe Lemberg 1850, 17 Bl.; Jerusalem 1863; Stettin 1865; Lemberg 1869, u. ö
Širath Mošäh, liturgische Dichtungen, hrsg. v. Mendel Frankfurter, Preßburg 1858, 16 Bl.; mit dem Testament Preßburg 1875; Wien 1902, u. ö., neuerdings unter dem Titel Sedär Zemiroth Šabbath, 1988
Liqqut. e H. ävär Bän H. ayyim, Werkanthologie hrsg. v. Ez. Feivel Plaut, diverse Auslegungen zum Babyl. und Paläst. Talmud, zu Mischna, Haggada, Zohar, Maimonides, dazu Homilien, Gedenkreden, methodologische Schriften, Marginalien aus Büchern u. a., 11 Bde., Preßburg 1878-1893
Sefär Zikkaron, Aufzeichnungen aus dem Kriegsjahr 1809 u. a. biographische Dokumente, Preßburg 1879, 26 Bl., Drohobych (Drohobitz, Ostgalizien) 1896; Budapest 1942; mit weiteren Inedita hrsg. vom Jerusalem Institute, Jerusalem 1957, 132 Bl.; 1964; New York 1975; engl. Übs. von Avraham Yacob Finkel u. d. T. Pressburg under Siege. An Autobiographical Account by Rabbi Moses Sofer, New York 1993, 93 S
Masach Päsah. , zu dem Lied H. ad Gadya’, in der Haggada Drohobych 1897
Korrespondenz in Salomon Schreiber, ’Iggeroth Soferim, Bd. II, Wien 1929
Minhage ba‘al H. atham Sofer, Gebets- und Studienbräuche, Testament u. a. Dokumente, hrsg. Juda-Löb Schil, Preßburg 1930, 59 S
H. atham Sofer ‘al massächäth ’Avoth, eklektische Zusammenstellung von Moralia aus dem Gesamtwerk, Jerusalem 1946, 76 S.; New York 1970; 1975
Tefillah leMošäh, Anthologie von Auslegungen zur Liturgie, Jerusalem 1992
Approbationen in Sinai 65 (1969), S. 150-160
Brief über weltliche Wissenschaft hrsg. von Schalom-Meschullam Weinberg in Moriyyah XVII, Heft 1, S. 20-23 (Die Tora steht nicht etwa mit der Wissenschaft im Widerspruch, sie ist die Wissenschaft. Wie sein Frankfurter Lehrer Pinchas Horwitz warnt er vor allen, die statt Halacha Bibelerklärungen, philosophische Überlegungen und Predigten verfaßten; S. 21)
Halachische Korrespondenz mit Akiba Eger, in dessen Responsen, I, Nr. 98, 122, 127, 210
Einundsechzig Approbationen, datiert Preßburg 1807-1839, sowie Pösing 1816, St. Georgen 1825, Rockendorf 1835; Löwenstein, Index, S. 186f.
Epigraphik
Grabsteine von S. und seiner Frau Sorel im „Chatam-Sofer-Mausoleum“ in Preßburg; Inschriften bei M. J. Weiss, Sefär ’Avne beth ha-yos. er, Bd. I, Bl. 4v-5v, 18v-19r; Photographie bei Arnsberg, Neunhundert Jahre, S. 83; Broschüre von ¼udovít Dojč, Pavel Mestan und Lubomir Stacho, Mauzoleum Chatama Sofera, slowakisch, engl., frz. und dt., Bratislava 1996, 28 S.
Bildmaterialien
Sammlung von Bildnissen in der JNUL Jerusalem, Schwadron Collection
Porträtgemälde von Israel Kunstadt im Wolfson Museum an der Jerusalemer Großen Synagoge „Hechal Shlomo“
Porträt auf Glas gemalt; Israel Museum Jerusalem, Feuchtwanger Collection Kat. Nr. 124- 125.
Literatur
Simon Schreiber [Sohn], Biographie von 1839, in M. J. Weiss, Sefär ’Avne beth ha-yos. er, Bd. II, Bl. 48r-55r
Nachrufe AZJ 1839, S. 549, 574-576; IA 1839, S. 333f; ebd. S. 354 zitiert aus dem Testament vom 15. Kislew 5597 (24. Nov. 1836): „... die Bücher des R. Mose aus Dessau rührt nicht an, dann wird euer Fuß nicht straucheln in Ewigkeit“
Orient 1840, S. 32, mit dem Urteil eines Preßburger Juden; „das Anathema des seligen, verblendeten Moses Sofer über die Werke Mendelssohns ist gewiß das unauslöschliche Brandmahl der talmudischen Gelehrsamkeit“
AZJ 1847, S. 568-570, dokumentiert S.s Bemühung um Religionszwang von 1832/33
„Ungarische Briefe III-V“, AZJ 1847, S. 599f, 656-658, 680-683, mit Kritik eines Schülers an dem „mikrologischen Landmann Göthe’s“
Jost, Neuere Geschichte der Israeliten III 70f
Steinschneider, Bodleiana, Bd. II, Sp. 1997
AZJ 1858, S. 147, über seine Abschaffung der Mezizah
Josef Natonek, „Zur Rechtfertigung des Rb. Moses Sofer s. A.“, Neuzeit 1865, S. 310-314, 338- 340
Zipser, „Ueber R. Moses Sofer“, Neuzeit 1865, S. 349f
Graetz, Geschichte3, Bd. XI, S. 391
Jos. Natonek, Rabbi Moscheh Sofer seligen Angedenkens und der Magier Ben Chananja, Prag 1869, 50 S
Löb Landesberg [Sohn eines Schülers], ’Eläh toledoth ha-Rav Mošäh Sofer weqoroth h. ayyaw, Preßburg 1876
Baeck, Geschichte, S. 506
Hiskia Feibel Plaut [Schüler], Liqqut. e h. ävär bän h. ayyim, Teil II, Mukachevo 1879, Vorwort
Friedländer, Geschichtsbilder, Bd. II, 1887, S. 55-57
Kayserling, Gedenkblätter, S. 75
Wilhelm Bacher, „Századunk elsö feléböl. Szofer Mozes Pozsonyi rabbinak levelezoi“, Magyar Zsido Semle 9-10 (1892-1893); Separatabdruck Budapest 1893, 47 S., mit Liste von S.s rb. Korrespondenten
Salomon Kluger, ’Eväl Mošäh, Warschau 1893
Eisik Hirsch Weiss, „Letoledoth ha-ga’on Rabbi Mošäh Sofer“, Mi-Mizrah. la-Ma‘arav, Bd. II, 3, Wien 1896, S. 17-29
Kayserling, „Jüdische Literatur“, S. 728, 757f
Freimann, Talmudstudium, S. 12-13
ADB XXXIV 541, mit falschen Lebensdaten 1761-1837
JE XI 110f, mit Bildnis; falsches Geburtsdatum 14. Sept. 1763
Grunwald, „Mattersdorf“, S. 431- 435
Sigmund Meyer, Ein jüdischer Kaufmann 1831 bis 1911: Lebenserinnerungen, Leipzig 1911, S. 57f, „er soll ein großer Talmudgelehrter gewesen sein, was ich nicht beurteilen kann. Was ich von ihm weiß beschränkt sich darauf, daß er ein schrecklicher Fanatiker war [...] Die Gemeinde umgab ihn mit fast mystischer Verehrung. Viele hielten ihn für einen Kabbalisten (Wundertäter) und er regierte, insofern das religiöse Gebiet in Frage kam, mit unumschränkter Macht. Dabei war er ein scharfblickender, weltkluger Mann, der auch für Weltereignisse Interesse und Verständnis hatte. Er war ein ’Aschkenes’, d. h. ein Reichsdeutscher, und hatte aus seiner Heimat die Verehrung der Juden für Napoleon mitgebracht“
Ruben Breinin, Mi-Mizrah. la-Ma‘arav, 1927
JL IV2 478f, mit Bildnis
Gold (Hrsg.), Judengemeinden Mährens, 1929, S. 498-500, 503f
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Wininger V 557f
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