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SOFER, Nachum

  • Gest. 10. Mai 1815 in Tachov (Tachau),Westböhmen
  • Sohn des Josef S., Jeschiwaleiter in Tachov.

Manuskripte

  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 644 erwähnt ein Ms. von S.s Hand, das im Besitz von Prof. Dr. S. H. Lieben in Prag war.

Epigraphik

  • Die Tradition, daß sein in Kupfer graviertes Epitaph eine Prophezeiung verberge, zog ihm während des ersten Weltkriegs die Verehrung ostjüdischer Flüchtlinge zu, denen zufolge das Gebet am Grab wunderbare Heilungen und Lebensrettungen bewirkt habe. Die Legenden um diese vielbesuchte Grabstätte wurden publiziert von Josef Schön in einem Artikel „Sagen um Rabbi Nachum Sofer in Tachau“ (1933) sowie tschechisch von Eva Ambanova, „Povìsti vyprávenì v Tachovì s rabim Nachumu Soferovi“, Žid. Ročenka 5742 (1981/82), S. 59-82. Diese Pilgerstätte wurde 1938 unter der dt. Besatzung zerstört; siehe Fiedler, Jewish Sights of Bohemia and Moravia, S. 177; Židovské památky Tachovska, tsch. S. 14, 22, 24; dt. 73, 83f. Im Abbildungsteil des letzteren Werkes zwei Fotografien des Grabes von 1927 und Wiedergabe der hebr. Inschrift.

Literatur

  • Gold (Hrsg.), Judengemeinden Böhmens, 1934, S. 633f
  • Halperin, ’At. las ‘Es. H. ayyim, Bd. IX (1982), mit zwei Einträgen S. 129, Nr. 1305a und S. 132, Nr. 1335.