Sohn des Kaufmanns Samuel Isaak W. und der Pauline W. aus Bonn, einer Enkelin des Schnaittacher Rb. Abraham W.
Besuch des Progymnasiums in Siegburg während 4 1/2 Jahren, dann zum Gymnasiums in Köln, nach 3 1/2 Jahren Ablegung der Reifeprüfung, 1854 imm. Bonn, 12. Nov. 1856 imm. Breslau und Aufnahme am Jüdisch-theologischen Seminar, 1860 prom. in Breslau, 27. Jan. 1864 Abgangszeugnis des Seminars, 1865 Rb. der Danziger Gemeinde Stare Szkoty (Altschottland). Am 11. März 1866 eröffnete er die Danziger jüd. Religionsschule
seit 1874 erteilte er jüd. Religionsunterricht an den höheren Schulen der Stadt.
Dissertation
Scherirae epistola, qua series traditur magistrorum Judaeorum, qui in Babylonia inde saeculo septimo usque ad decimum floruerunt, interpretatione Latina, adnotationibus et criticis et exegeticis instructa, Diss. Breslau 1860 (Druck Krotoszyn 1861).
Dokumente
AU Wrocław, F 434, S. 111, mit Matrikeleintrag. Promotionsakten ebd., F 127, Bl. 145- 155, mit Vita. Lt. Prüfungsprotokoll vom 24. Juli 1860 (Stenzler) übersetzte er aus dem Arabischen magna cum laude. „Seine Antworten auf die Fragen über die Geschichte Muhammeds und seiner Nachfolger zeigten, daß er sich auch mit dieser fleißig beschäftigt hat“.
Publikationen
Rezension von Karl Scholz, Freizügigkeit und Indigenat im norddeutschen Bunde, in AZJ 1868, S. 393f
Gedächtnisrede auf Rappaport, Danzig 1868
Gutachten ausländischer Rabbinen, S. 22f, gegen die ungarische Trennungsorthodoxie
„Nochmals der Ursprung der Sprache“, Lbl V, S. 38ff.
Literatur
„Verzeichniß der [...] Synagogen-Gemeinden“, 1858, S. 77, nennt „I. Wallerstein“ als Rabbinatsassessor in Bonn
Jahresbericht JTS 9 (1864), Anhang, S. 1
AZJ 1866, S. 198
Brann, Jüd.-theol. Seminar, S. 200
Echt, Juden in Danzig, S. 52, Todesdatum hier 10. Juni 1876; die Grabrede hielt sein Freund Is. Bamberger, Rb. in Königsberg
Schulte, Bonner Juden, S. 499
Domañska, ¯ydzi znad Gdañskiej Zatoki, S. 62
Fehrs in Brocke u. a. (Hrsg.), Ost- und Westpreußen, S. 272.