BHR Biographisches Portal der Rabbiner

WORMSER, Joseph

  • Gest. 1825 in Bad Homburg
  • Sohn des Stadtlengsfelder und Fuldaer Rb. Salomon W., vom Friedberger Oberrb. Schmaje Feuchtwangen am 9. Juli 1813 als Unterrabbiner zur Vornahme von Trauungen in Bad Homburg zugelassen. Die eigenmächtige Entscheidung von Ritualfragen wird ihm durch den neuen Friedberger Oberrb. Feibesch Frankfurter 1821 verboten. Sein 1825 unternommener Versuch, mit Hilfe der landgräflichen Regierung ein eigenes Rt. zu errichten, scheitert am Widerstand der Gemeinde, die ihm die Qualifikation dazu absprach, „im Gegentheil ist bekannt, daß sein eigener Bruder, ein geschickter Rabbiner zu Fuld ihn für durchaus unfähig zu den Functionen eines Rabbiners erklärt hat“.

Dokumente

  • HStA Wiesbaden, Abt. 310 XIV c 2, Nr. 43/1 „Das Gesuch des Vice-Rabiners Joseph Wormser dahier, um gnädige Uebertragung der Functionen in allen jüdischen Religionssachen, welche der Ober-Rabiner zu Friedberg bis jetzt im hies. Amte gehabt so wie um Erhöhung der Copulations-Taxe“, 1825-1826. Seine Witwe wünscht am 1. Juni 1827 das Amt durch einen Substituten zu verwalten und die Emolumente dem in Worms studierenden Sohn zugute kommen zu lassen, wird aber abgewiesen.

Literatur

  • JE VI 376
  • Arnsberg, Hessen, Bd. I, S. 395
  • Sophoni-Herz, Erinnerung an Bad Homburg, S. 152.