BHR Biographisches Portal der Rabbiner

LANGE, Bruno, Dr.

  • Geb. 13. Dez. 1891 in Elberfeld.
  • Sohn des Kaufmanns Josef L. und der Ida, geb. Treidel
  • ab 1902 Besuch des Kgl. Realgymnasiums in Elberfeld, 1908 Berechtigungsschein zum einj.-freiw. Dienst und Übergang zur Oberrealschule, 1911 Abitur. 1911-1914 Univ. Berlin, 12. Juni 1914 (Prüfung) Promotion in Erlangen, 1911-1917 HWJ. Um 1916 als Vertreter von Georg Wilde Rb. in Magdeburg, 1918-1920 zweiter Rb. in Essen. Mitglied im CV und Mitarbeiter von IdR.

Dissertation

  • Franz Hemsterhuis, seine Religionsphilosophie in ihrem Abhängigkeitsverhältnis zu Locke, Diss. Erlangen 1914 (Borna-Leipzig 1915).

Dokumente

  • UA Erlangen C4/3 b Nr. 3650
  • CJA Berlin, 1, 75 C Ra 1 Nr. 9; 11, fol. 34-34v, Felix Goldmann an seinen Amtskollegen Guttmann, Breslau: „Von Lange kann ich Ihnen nur mitteilen, dass er, nach dem Urteil seiner Gemeinde und meiner alten Gemeinde Oppeln ein geradezu fascinierender Redner ist. In Oppeln wäre er gewählt worden, wenn er sich dazu hätte entschließen können, die Stelle anzunehmen. Er wollte aber durchaus nicht, da er aus dem Westen stammt und ihm die Verhältnisse im Osten, die er vorher nicht kannte, nicht gefielen“
  • Ebd. fol. 192.

Publikationen

  • „Nation und Nationalität“, IdR 24 (1918), S. 321-327
  • Juden, Weltkrieg, Revolution: eine Aufklärungsschrift, 2. durchges. Aufl. 1919; Online Ausgabe Frankfurt/M. 2008 (http:// judaica-frankfurt.de/urn/urn:nbn:de:hebis:30-180014240000; last visited 02.12.2008)
  • „‚Graberlebnis’, ein Gedicht“, Salomon Samuel (Hrsg.), Literarische Spende für jüdische Kriegsteilnehmer, Essen 1919, S. 46-48.

Literatur

  • AZJ 31.01.1919 (Jg. 88, Nr. 5), Beilage (Der Gemeindebote), S. 2, über einen Vortrag, gehalten im Verein der jüdischen Jugend in Duisburg
  • IdR 26 (1920), S. 175, „Wie wir erfahren, hat Rabbiner Dr. Lange = Essen sein Amt als Gemeinderabbiner in Essen niedergelegt. Herr Dr. Lange wird sich jedoch weiter in der Abwehr des Antisemitismus betätigen und steht unseren Ortsgruppen jederzeit zur Verfügung. Seine Adresse ist jeweils durch das Bureau des Centralvereins zu erfahren“
  • Kristian Kossack/ Werner Dirks, „Suche nach Sündenbock. Öffentlicher Disput zwischen jüdischer Gemeinde, Parteien und Kirche“, Mindener Tageblatt 19.11.2005.