Sohn des Klausrb. von Halberstadt Isaak (Izchok) Michael L., Schwager von Eduard Biberfeld. Studium an RS und Univ. Berlin, 1891 Promotion in Halle. Aug. 1893 bis März 1897 stellvertr. Direktor der Religionsschule in Hannover, 1895 Bewerbung in Eschwege. 1897-1901 Rb. des „Vereins zur Wahrung des überlieferten Judentums in der Provinz Westfalen“ mit Sitz in Warburg (Amtsantritt 27.5.1897, eingeführt von Dr. Michael Cahn, Rb. in Fulda). Seit 22. April 1901 Direktor der Samson-Raphael-Hirsch-Realschule in Frankfurt a. M.
Mitglied in der Vereinigung der traditionell-gesetzestreuen Rabbiner Deutschlands, Mitbegründer und Vorsitzender des Bundes jüdischer gesetzestreuer Lehrer in Deutschland („Chissuk Emunoh“), Vorsitzender im „Unterstützungsverein für emeritierte Lehrer, Lehrerwitwen und Waisen Jeschurun“
Inhaber des „Rangs der Räte“ 4. Klasse (1913). L.’s Bruder Markus (1879/Halberstadt-1943/Jerusalem) studierte ebenfalls am RS und wurde Lehrer in Hamburg und Frankfurt a. M.
1939 emigriert.
Dissertation
Über die linearen homogenen Differentialgleichungen, denen die Periodicitätsmoduln Abelscher Integrale genügen für den Fall, dass die Irrationalität dritten Grades ist, Diss. Halle 1891 (ebd.).
Publikationen
Festschrift zur Jubiläumsfeier des 50jährigen Bestehens der Unterrichtsanstalten der Israelitischen Religionsgenossenschaft zu Frankfurt a. M. (Hrsg.), 1903
Samson Raphael Hirsch als Pädagoge, Frankfurt/M. 1903
Sefer ma‘ase h. ošev / Sefer Maassei Choscheb. Ein hebräisch-arithmetisches Werk des Levi Ben Gerschom aus dem Jahre 1321, Frankfurt/ M. 1909
Sefer Qohelet (Das Buch Koheleth), Frankfurt/M. 1910.
Bildmaterialien
Israelit 04.03.1926 (Jg. 67, Nr. 10), Beilage S. 1.
Literatur
Israelit 06.05.1897 (Jg. 38, Nr. 36), S. 671
Israelit 25.04.1901 (Jg. 42, Nr. 32), S. 721
Israelit 05.01.1905 (Jg. 46, Nr. 2), S. 21
A. Fürst, „Die jüdischen Realschulen Deutschlands“, MGWJ 59 [NF 22] (1914), S. 430-453 u. 513-541, hier S. 524
Israelit 11.10.1923 (Jg. 64, Nr. 41), S. 1f., Nachruf
Israelit 04.03.1926 (Jg. 67, Nr. 10), Beilage S. 1
A. Fürst, „Die höheren jüdischen Schulen Deutschlands“, MGWJ 75 [NF 39] (1931), S. 48-67, hier S. 52
Arno Herzig, „Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Iserlohn“, Die jüdische Gemeinde Iserlohn. Beiträge zur Geschichte Iserlohns, Iserlohn 1970, S. 9-88, hier S. 43