Sohn des Kaufmanns David T. und seiner Frau Friederike, geb. Matzdorff
seit 1884 Besuch der „Vorschule“, 1887 Kgl. Friedrichs-Gymnasium Breslau, 1897 als Unterprimaner auf das Städtische Gymnasium zu St. Elisabeth, Breslau, 1898 Abitur. Studium an Univ. und JTS Breslau, WS 1904/05 Univ. Erlangen, dort 8. Dez. 1905 Promotion. Seit Anfang 1910 in Nürnberg, 1912 bis März 1916 Rb. in Konitz (Chojnice), Westpreußen. Mitglied im Verein israelitischer Lehrer in Schlesien und Posen (um 1907) und im ADR
Vorstandsmitglied der CV-Ortsgruppe Konitz-Tuchel-Schlochau und Flatow (Złotów
um 1913/1914). Wegen militärischer Vergehen (unerlaubte Entfernung vom Heer) vom Kriegsgericht Danzig zu sieben Monaten Festungshaft verurteilt, auf Befehl des Bataillonskommandanten zum Sanitätsdienst herangezogen. Der ADR lehnte ein Gnadengesuch beim Kaiser und eine Intervention gegen seine Kündigung bei der jüdischen Gemeinde ab (1.9.1916): „Bei allem Anteil, den wir an dem Geschick des Collegen T. nehmen, können wir doch keinen Schritt unternehmen, von dem wir eine Schädigung der deutschen Judenheit und unseres Standes befürchten müssen“ (CJA 1, 75C Ra 1 Nr. 28, fol. 86). Um 1922 Rabbiner in Bernburg a. d. Saale.
Dissertation
Das Verhältnis von Glauben und Wissen bei den bedeutendsten jüdischen Religionsphilosophen bis Maimonides, Diss. Erlangen 1905 (Breslau).
Dokumente
UA Erlangen C4/3b Nr. 2769
CJA Berlin, 1, 75C Ra 1 Nr. 6, fol. 277, 280-281
Ebd. Nr. 7, fol. 46, 50-50v
Ebd. Nr. 12, 80-80v
Ebd. Nr. 28, fol. 86
Ebd. Nr. 31/1, fol. 31-33
Ebd. Nr. 32, fol. 116.
Publikationen
„‚Erkenne, nimm es dir zu Herzen und beobachte!’ (V. Mos. 4, 39, 40)“, JLZ 11.08.1922 (Jg. 2, Nr. 32), S. 1.