Jüdische Gemeindeschule in Bischheim, Gymnasium in Bouxwiller (Buchsweiler), Lyceum in Straßburg, 1868-1874 École rabbinique in Paris, Examen zweiten Grades mit einer Arbeit über die Gewerbe im antiken Judentum nach Bibel und Talmud. Sprach sich 1871 zunächst für die franz. Staatsbürgerschaft aus, kehrte jedoch 1874/75 als Rb. in Lauterbourg ins Unterelsaß zurück
Heirat mit Alice Auscher, Tochter eines wohlhabenden Gemeindemitglieds. 1883 Bewerber in Lunéville
abgelehnt wegen seines ambivalenten Verhaltens zur franz. Staatsbürgerschaft. 1885 Nachfolger von Salomon Lévy als Rb. in Brumath
von hieraus seit 1886 gleichzeitig Dozent für Exegese und jüdische Geschichte am RS Straßburg. 1890/91-1899 OR des Konsistoriums von Lothringen in Metz, seit Anfang 1900 OR des Konsistoriums des Unterelsaß in Straßburg. Vorsitzender einer Reihe von Wohltätigkeitsvereinen, so des Israelitischen Waisenhauses und des Israelitischen Krankenunterstützungsvereins, Mitglied des Bezirks-Unterrichtsrats und des Armenrats der Stadt Straßburg
als Vertreter der drei Konsistorien in die Erste Kammer des neu entstandenen Landtags gewählt, Vizepräsident des Konsistoriums des Unterelsaß
Ritter des Roten Adlerordens vierter und des Kronenordens dritter Klasse. Er starb nach vierwöchigem Krankenlager an Herzlähmung.
Dissertation
Les Arts et les Métiers chez les Anciens Juifs selon la Bible et le Talmud, Diss. Paris 187?.
Dokumente
Zentralarchiv HD, Spezialinventar: Gesellschaft f. d. Geschichte der Israeliten in Elsass-Lothringen, Nr. 5 (G.71), 24 (G.109), 157 (G.45).
Epigraphik
Beigesetzt Freitag vormittag, 27. Aug. 1915, neben seiner Frau und seinem Sohn, die zwei Jahre zuvor verschieden waren.
Bildmaterialien
IFH 08.09.1915.
Literatur
Herbert Friedenwald (Hrsg.), The American Jewish Year Book 5673, Philadelphia 1912, S. 135