Lernte in Metz bei dem Verfasser des Me’ore ha-’eš und in Karlsruhe bei Rabbi Oscher, dem Sohn des „Ša’agat ’arye“, 1825/26 Studium in Mannheim, 1832 aus Uffheim zum Rb. nach Muttersholtz, Unterelsaß, berufen
1866 Verlegung des Rts. nach Sélestat (Schlettstadt), wo er 53 Jahre wirkte. Seit 1841 hatte er ein Abonnement der Zeitschrift Archives israélites de France, 1847 schaffte er die Versteigerung der Mis. wot in der Synagoge ab
sein Schüler Josef Simon wurde Rb. und Lehrer in Nîmes. Legte 1885 das Amt nieder und zog zu seiner Tochter nach Hüringen bei Basel, später nach Marckolsheim.
Dokumente
NA Paris F19/11066
Zentralarchiv HD, Spezialinventar: Gesellschaft f. d. Geschichte der Israeliten in Elsass-Lothringen, Nr. 153 (G.51), Brief von Raphael Paul Bloch vom Vorstand der Gemeinde Marckolsheim an Rb. M. Ginsburger über den Verbleib der Bibliothek des verstorbenen Rb. Ulmo (1905).
Epigraphik
Die Beerdigung fand am Donnerstag, 13. Juni 1895, 8 Uhr morgens in Sélestat statt.
Literatur
Israelit 17.06.1895 (Jg. 16, Nr. 48), S. 872
Israelit 20.06.1895 (Jg. 16, Nr. 49), S. 890f., „Rabbi Meier Ulmo war nicht nur der älteste, sondern wohl auch der gelehrteste und jedenfalls einer der frömmsten Rabbiner des Elsaß. (...) Noch jetzt erzählt man dort [i.e. in Schlettstadt] von seinen zu Herzen gehenden Predigten, die er in deutscher so gut wie in französischer Sprache halten konnte“