1775 „Unterrabbiner“ des Fsms. Ichenhausen, nach der Aufhebung des burgauischen Oberrts. in Pfersee 1792 einer der beiden fürstlichen „Landesrabbiner“, zuständig auch für die Gemeinden Binswangen, Buttenwiesen und Hürben
nach der Mediatisierung „Oberrabbiner“. Lebte bis ins hohe Alter von 92 Jahren, war aber in seinen letzten Jahren so vergreist, daß das Landgericht am 9. Nov. 1825 urteilt, man könne „mit ihm wegen Körpers- und Geistes-Schwäche eigentlich nie mehr in ein zweckdienliches Benehmen treten“ (StA Augsburg, Regierung 11821). Seine Witwe war Zier (1767-1831).
Dokumente
StA Augsburg, Isr. Standesregister Schwaben, Nr. 21; er sei danach im Alter von 79 Jahren verstorben.
Manuskripte
CJA Berlin, Responsenband von Rb. Moses Hechheimer, vom 19. Jan. 1822, Brief an Abraham Wechsler in Schwabach (Abschrift).
Publikationen
Halachische Korrespondenz mit dem Fürther Oberrb. M. S. Kohn in dessen Bigde Kehunnah, Bl. 84r, mit Titel als Dajan.
Literatur
PK Bavaria, S. 601
Hans K. Hirsch, „Der Rabbiner Aaron Guggenheimer“, in: Fassl (Hrsg.), Schwaben, Bd. II, S. 55.