BHR Biographisches Portal der Rabbiner

[FALKENFELD,] Joseph, gen. „Ha-S. addiq“

  • Geb. 1736 in Zhovkva (¯ółkiew), Ostgalizien,
  • Gest. im Monat Adar 1801 in Posen
  • Sohn des Rabbi Moses-Pinches
  • führt seine Vorfahren im sechsten Glied auf Rb. Moses gen. Mahadura’ Bathra’ zurück, im siebten auf Samuel Edels „Maharscha“ und im achten auf Moses Isserles. Verheiratet mit Frieda Landau, Tochter des Prager Oberrb. Ezechiel L., begleitet seinen Schwiegervater bei dessen Berufung nach Prag
  • schon in jungen Jahren Rb. in Witkowo, Großpolen, später in Sokal (Skohl) und Yavoriv (Jabrow), Ostgalizien
  • 1780 Oberrb. in Posen. Gehört 1782 neben David-Tewle Horochow in Lissa und dem Gaon Elias von Wilna zu den Häuptern der ersten rb. Front gegen N.-H. Wessely. Nachdem seine Stadt am 12. Feb. 1793 von Preußen in Besitz genommen wird, untersagt ihm ein Kammerreskript vom 3. Mai 1797 die Ausübung der Rechtspflege. Er lehnt sich gegen das Verbot auf und wird (nachdem er ein unehelich schwangeres Mädchen auspeitschen ließ, das daraufhin eine Fehlgeburt erlitt) mit einer Strafe von 1.000 Talern belegt.

Manuskripte

  • Lt. seinem Bruder Samuel (Beth Šemu’el ’Ah. aron, Vorrede) sei sein Nachlaß von seinen Söhnen in die Ferne (wohl nach Galizien) mitgenommen worden und nur zwei bis drei Bündel Schriften später wieder aufgetaucht
  • JNUL Jerusalem, cod. 4o 741, Protokollbuch des Posener Bet-Din, 1783-1807.

Publikationen

  • Zitiert von Ez. Landau in dessen Noda‘ bIhudah, II, EE 8, 129
  • Acht Approbationen, datiert Inowrocław 1777, Posen 1782-1793, z. T. gezeichnet „Josef aus Zołkiew“; Löwenstein, Index, S. 96, 98.

Literatur

  • Perles, Posen, S. 126
  • MGWJ 14, 261
  • Graetz, Geschichte3, Bd. XI, S. 563, gibt das Jahr der Berufung nach Posen mit 1780 an
  • Eisenstadt und Wiener, Da‘ath Qedošim, S. 69
  • Buber, Qiryah Niœgavah, S. 259
  • Kamelhar, Mofeth ha-dor, S. 68-70
  • Friedberg, Bene Landa’, S. 20
  • Wreschner, „Eger“, II, S. 5
  • JJLG III (1905), S. 123 Anm. 1
  • Heppner und Herzberg, S. 782
  • Muczyñski, „Poznañscy rabini“, S. 56
  • PK Poznañ-Pomerania, S. 10
  • Feiner, Mahpechath ha- Ne’oruth, S. 167.