Geb. 18. Juni 1827 in Szlichtyngowa (Schlichtingsheim), Prov. Posen,
Gest. 16. Feb. 1910 in Schwerin, Mecklenburg
Talmudstudium in Rawicz, woher sein Vater stammte
Gymnasium in Dresden und weitere rb. Studien bei seinem Schwager Wolf Landau sowie bei Zach. Frankel. 17. April 1850 imm. Berlin, vierjähriges Studium an der Universität und bei Michael Sachs, 1854 Lehrer an der I. jüd. Religionsschule in Berlin, 24. Apr. 1856 prom. Halle. 1857 Religionsschullehrer in Dresden unter der Leitung von Wolf Landau, 1859 Rb. in Chełmno (Kulm) in der Prov. Westpreußen, 1876 großherzoglichmecklenburgischer Landesrb. in Schwerin. War verheiratet mit einer Schwester Ed. Laskers. Seine Schwiegersöhne waren die Rb. Adolf Blumenthal (1863-1903) in Racibórz (Ratibor) und Samuel Freund (1868-1939) in Hannover.
Dissertation
De Backonis Lockiique doctrinarum cohaerentia et necessitudine, Diss. Halle 1856, Geburtsdatum ist hier mit 1. Juli 1828 angegeben.
Dokumente
UA Halle, Phil. Fak. II, Nr. 84, Bl. 140, 152-156, mit den Promotionsakten.
Publikationen
Predigt gehalten zur Abschiedsfeier des Advocaten Dr. jur. L. Marcus in der Synagoge zu Schwerin, Bützow 1876
Anleitung zum Religionsunterricht, 1881
Trauerrede zum Gedächtniß unsres hochseligen Großherzogs Friedrich Franz II:, Schwerin 1883
Predigten und Zeitschriftenaufsätze.
Literatur
Lippe 1879/81, S. 100
JE V 357, Todesdatum hiernach 25. Feb. 1910
Nachruf in Ost und West 1910, S. 270f. (mit Bildnis): „Daher zählte auch F., der gewohnt war, alles selbst zu durchdenken und immer den Mut der eigenen Überzeugung besaß, keiner religiösen Partei sich zu“