BHR Biographisches Portal der Rabbiner

GÜNZBURG, David

  • Geb. im Elsaß,
  • Gest. 1841 in Ihringen bei Breisach
  • Sohn des Marx G., mit 14 J. zur Jeschiwa von M. S. Kohn in Fürth, nach der Rückkehr in seinen Heimatort flüchtet er 1793 vor der franz. Schreckensherrschaft zu Verwandten nach Ihringen und heiratet dort am 2. März 1797 seine Kusine Meret-Feigel Geismar, Tochter des begüterten Chaim G. Sein reicher Schwiegervater ermöglicht ihm ein Leben als Jeschiwaleiter und ehrenamtl. Rb., zeitweise auch für Altbreisach.

Publikationen

  • Divre Dawid ha-’Ah. aronim, Homilien und Verschiedenes, Frankfurt/M. 1867, 156 Bl. Nachdem sein Haus durch eine Feuersbrunst zerstört wurde, schrieb er diese Werke nieder, die postum von seiner Witwe herausgegeben wurden.

Epigraphik

  • Grabstein auf dem jüd. Friedhof in Ihringen, Stein Nr. 168; siehe Frau Margaretha Bookmann, Jüdischer Friedhof Ihringen, unveröffentlichte Grunddokumentation des Landesdenkmalamtes, 1997; Expl. im ZAGJD Heidelberg und Mitteilung der Autorin. Auch die Steine seiner Frau und seines Sohnes sind erhalten.

Literatur

  • Maggid, Sefär toledoth mišpah. ath Gins. burg, S. 62, 204. Danach heiratete er 1754, brannte 1792 ab und starb ca. 1808: Möglicherweise wurden die jüdischen Daten 554 (1794), 592 (1832) und 608 (1848) versehentlich als bürgerliche gelesen
  • Lewin, Baden, S. 86
  • Hildesheimer, „Mendelssohn“, S. 103, nennt ihn als Pränumeranten der Mendelssohnbibel von 1803
  • Blum, Breisach, S. 128.